TSV Aßling

Aßlinger ziehen an einem Strang

Die 60 Aßlinger Vereine sind ein starkes Team, beim Sprint zum neuen Sport- und Freizeitzentrum. Egal ob die Mitglieder in Tracht sich zur Blasmusik drehen, den Maibaum der Nachbargemeinde klauen oder aus fußballbegeisterten Minis große Helden auf dem Fußballplatz machen – die Ortsvereine unterstützen das geplante Projekt.

VON SUSANN NIEDERMAIER

Aßling– Die 60 Aßlinger Vereine sind ein starkes Team, beim Sprint zum neuen Sport- und Freizeitzentrum. Egal ob die Mitglieder in Tracht sich zur Blasmusik drehen, den Maibaum der Nachbargemeinde klauen oder aus fußballbegeisterten Minis große Helden auf dem Fußballplatz machen – die Ortsvereine unterstützen das geplante Projekt.

Bürgermeister Hans Fent hatte die 60 Aßlinger Vereine zum Informationsabend mit Diskussion übers neue Sportgelände in den Gemeindesaal eingeladen, rund 150 Leute kamen. „Die meisten sind hier, wie schön!“, freute sich Fent und gestand, dass er mit solch großem Interesse nicht gerechnet habe. Dann informierte er über Vorgeschichte und aktuellen Stand des Projektes (siehe Kasten).

Einigkeit herrschte am Infoabend der Gemeindeverwaltung über die Notwendigkeit des neuen Areals. Christian Stable, Ex-Vorsitzender des TSV Aßling, zur aktuellen Situation der Fußballer: „Wir platzen aus allen Nähten!“ Mit Blick auf die Zukunft sagte er: „Gerade in der Winterzeit wird es früh dunkel, wir haben nur einen Platz mit Flutlicht. Nur durch die Spielgemeinschaften mit Emmering und Ostermünchen ist es möglich, dass unsere Jugendmannschaften in diesen Ortschaften trainieren – bei uns fehlt es an Plätzen mit Licht, Parkgelegenheiten und sanitären Anlagen.“

In den 13 Jugendmannschaften des TSV Aßling kicken 160 Kinder und Jugendliche, dazu kommen 70 erwachsene Spieler. Stable geht davon aus, dass die Sportbegeisterten in Aßling noch mehr werden – und dass die Mitgliederzahl im TSV daher zunehmen wird. „Wir wollen zukunftsfähig sein und einen Schritt weiterkommen“, betonte Stable und versicherte erneut, dass der TSV hierbei keinen Alleingang anstrebe. „Das wird nicht unsere Anlage, sondern das Sport- und Freizeitgelände aller Aßlinger. Wir wünschen uns, dass wir da draußen mit vielen anderen zusammen sind.“

Auch Vertreter anderer Aßlinger Vereine gaben ihre Vorstellungen zu Protokoll. So wünschen sich die Aßlinger Naturfreunde für die Sparte Judo einen Raum, den sie mit Matten ausgelegt als Dojo verwenden wollen. Jugendpfleger Erwin Mehl brachte eine Gruppe seiner Schützlinge mit, die Jugendlichen wünschen sich einen Hartplatz mit Körben. Spannend für die Aßlinger Jugend auch die Idee, die Wolfgang Kiesel vom Agenda Arbeitskreis Energie mitbrachte: Ein schalldichter Raum im Keller des Gebäudes, der als Probenraum für Jugend-Bands und zugleich als neuer Jugendtreff genutzt werden könnte. Die Junge Union wünschte sich einen Beach-Volleyballplatz. Susanne Dorsch signalisierte für die Aßlinger Tafel Bedarf, die soziale Einrichtung brauche einen anderen Lagerraum und einen Raum zur Ausgabe von Waren an Bedürftige. Die Betreibergesellschaft des Dorfgemeinschaftshauses Lorenzenberg schlug eine Freifläche zum Bolzen vor, die alle Vereine gemeinsam nutzen.

Noch eine Idee für alle: Sebastian Gilg, Vorstand der Aßlinger Feuerwehr, zeigte Interesse an einem befestigten Platz: „Wir haben solch einen Platz nicht, auf dem wir ein Zelt aufstellen können – das gilt auch für andere Vereine.“

„Für unsere Belange wird das Ganze möglicherweise zu nobel“, spekulierte der Vertreter des Steinkirchner Burschenvereins – regte zugleich aber an, auf dem Sportgelände auch Gaudi-Turniere zu veranstalten. Die Geflügelzüchter signalisierten Interesse, auf dem Sportgelände Geflügelausstellungen oder Wettkämpfe im „Gockelkrahn“ abzuhalten.

Die Wünsche, die Anregungen und Ideen aus den Reihen der Vereine zeigten: Es gibt eine Tendenz, an einem Strang zu ziehen. Wer an diesem Abend die Ohren genau spitzte, hörte vor allem eins: diese Gemeinde prägt ein enormer Gemeinschaftssinn.

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