Vollen Einsatz müssen die Klosterseer (r. Felix Kaller) nicht mehr gehen. Das erste Etappenziel, der direkte Klassenerhalt, ist bereits nach der Vorrunde geschafft. Foto: sro

Eishockey

Aufstiegskandidat Miesbach kommt

Es ist das letzte Spiel der Bayernliga-Vorrunde. Auch wenn die Klosterseer sich bereits für die „Playoffs“ qualifiziert haben,  ist die Partie nicht ohne Bedeutung.

Grafing– Nach dem vom Verband freigehaltenen Freitag, an dem das vor drei Wochen wegen eines Eismaschinendefekts abgebrochene Match des ESC Dorfen in Königsbrunn wiederholt wurde (Spiel war bei Redaktionsschluss nicht beendet), steht am Sonntag der letzte Spieltag in der Bayernliga-Hauptrunde an. Der EHC Klostersee kann sich dabei im Heim-Derby gegen den Tabellenersten TEV Miesbach samt seines Anhangs bereits auf den weiteren Saisonverlauf in der oberen Zwischenrunde einstimmen. Spielbeginn ist in Grafing wie auch in allen anderen Eisstadien mit Viertliga-Partien um 18 Uhr. Damit will der Bayerische Eissportverband (BEV) einem möglichen Taktieren – umgangssprachlich „auf Ergebnis spielen“ genannt – den Riegel vorschieben.

Gerade mit Blick auf das enge Gerangel einiger Teams um die Platzierungen fünf und sechs eine bereits vor dem Punktspielauftakt getroffene Entscheidung mit Weitsicht. „Wir sind natürlich sehr froh, damit nichts mehr am Hut zu haben“, gesteht EHC-Trainer Dominik Quinlan freimütig ein. „Damit“ heißt übersetzt: Nicht mehr in den Kampf um die Tabellenränge sechs und besser verstrickt zu sein. Die Rot-Weißen können die Spielrunde nicht schlechter als auf Platz fünf abschließen, möglich wäre noch Rang drei, wahrscheinlich ist der Zieleinlauf als Vierter. „Egal ob es noch eins nach oben oder unten geht. Schon jetzt steht fest, dass wir in einer sehr ausgeglichenen Liga ausgezeichnet abgeschnitten haben“, stellt Headcoach Quinlan seiner Truppe rundum ein hervorragendes Zwischenzeugnis aus.

Verzichten muss er gegen Ligaprimus Miesbach, für viele ein heißer Aufstiegskandidat, auf einige Verletzte. Den angeschlagenen Jungs wolle er im Zweifelsfall eher eine Pause gönnen. Gleichbedeutend mit dem Erreichen der Runde nach „oben“, in der es ab dem zweiten Januar-Wochenende für die besten sechs Bayernligisten mit den zwei Süd-Oberligisten der Abschlussplätze elf und zwölf (sicher der Höchstadter EC und wahrscheinlich der ERC Bulls Sonthofen) weitergeht, ist der vorzeitige Klassenerhalt. Für die weiteren Bayernliga-Teilnehmer geht es nach „unten“ gegen den Abstieg. Ligakenner erwarten ob des weitgehend gleichen Niveaus der Teams „ein Hauen und Stechen“. So drastisch will Quinlan es nicht ausdrücken, „doch bin ich froh, dass wir diesem nervenaufreibenden Kampf nicht ausgeliefert sind.“

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