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Baierns Coach sagt Servus

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Technik, Taktik, Taktgeber: Stephan Holzbauer hört als Damentrainer beim SV Baiern auf. foto: stefan rossmann
Technik, Taktik, Taktgeber: Stephan Holzbauer hört als Damentrainer beim SV Baiern auf. foto: stefan rossmann

Baiern - Ein Urgestein kündigt seinen Abschied als Trainer an. Stephan Holzbauer, Gründer der Bairer Frauenmannschaft, legt das Fußball-Zepter in jüngere Hände.

Ein neues Gesicht wird ab der kommenden Saison die Geschicke bei den Fußballfrauen des SV Baiern 70 (A-Klasse 1) bestimmen. Trainer Stephan Holzbauer hat seinen Rücktritt bekannt gegeben. Am Sonntag bei der SpVgg Thalkirchen Freundschaft ist er das letzte Mal als Verantwortlicher in einem Punktspiel an der Linie zu finden gewesen.

Das Pokalturnier in Baiern am Samstag, 4. Juli, wird dann seine Abschiedsvorstellung mit den SVB-Frauen werden.

„Eigentlich habe ich schon länger mit dem Gedanken ans Aufhören geliebäugelt“, gibt Stephan Holzbauer zu. „Man verschleißt sich halt in all den Jahren.“ Bereits in der Vorrunde habe er sich viele Gedanken gemacht. Da lief es - vor allem personell - durch einen geschrumpften Kader überhaupt nicht, mehrfach musste der SVB in Unterzahl antreten. So aber wollte der 61-Jährige auf keinen Fall aufhören. „Es muss schon alles geregelt sein“, erklärte der Initiator des Frauenfußballs in Baiern. Aufgeben gab’s nicht. Zu viel Herzblut hatte er schließlich in mehr als fünf Jahren hineingesteckt.

„Sein“ Team stand kurz vor der Auflösung, wollte aber unbedingt weitermachen. Ein „enormer Aufwand“ hielt die SVB-Elf am Leben. Bis Holzbauer einen neuen Partner fand - im benachbarten Höhenrain, wo eine Gruppe Frauen (Kleinfeld) ähnliche Sorgen hatte. Man tat sich im Frühjahr zusammen. Als Spielgemeinschaft SV Baiern 70/SC Höhenrain kickt die Mannschaft seitdem außer Konkurrenz weiter.

„Die Mädchen verstehen sich gut.“ Und, was Stephan Holzbauer noch mehr freut: Er fand mit Markus Hasselberg, dem SCH-Coach, seinen Nachfolger. „Er ist saugut, der macht das optimal“, lobt das Bairer Urgestein. „Ich habe gesehen, dass es mit ihm gut läuft.“ Für Holzbauer der Grund, guten Gewissens aufzuhören. Mit ihm wird auch Co-Trainer Walter Hartl gehen. „Ihm hab ich viel zu verdanken. Er hat mir viel Arbeit abgenommen“, sagt Holzbauer. Ganz lässt ihn die Leidenschaft für den Fußball natürlich nicht los: „Ich werde zukünftig wieder die C-Buben der SG Bruck/Baiern trainieren“, freut er sich auf die neue Aufgabe.

von Olaf Heid

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