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Pyro-Stimmung kann teuer werden

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Von: Wolfgang Herfort

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Ein bisschen Rauch auf Kreisebene, aber trotz aller Begeisterung (wie hier in Forstinning in 2016) keine Gefahr, so sehen es die Funktionäre. foto: c. riedel

Wenn es zu heiß wird, können die Vereine zur Kasse gebeten werden. Stimmung ja, Pyrotechnik nein. Verstöße werden auch im Amateurbereich unnachgiebig geahndet.

Landkreis – Gerade nach sportlichen Entscheidungen wie in den Relegationsspielen gibt es etwas zu feiern. Dass dazu aber in keinem Fall das Abbrennen von Feuerwerkskörpern und Pyrotechnik gehört, darauf  hat  der  Bayerische

Mindeststrafe von 300 Euro droht

Fußballverband (BFV) noch einmal eindringlich hingewiesen. Es drohen drastische Strafen – auch im Amateurbereich. 

Beim Thema Pyrotechnik gelte bereits seit Jahren eine Null-Toleranz-Politik – ohne Ausnahme. Feuerwerkskörper, Böller, Bengalo oder Rauchbombe – im Stadion und auf dem Sportplatz haben sie nichts verloren. Das Abbrennen von Pyros wird strafrechtlich verfolgt: Zivilrechtlich drohen Geld- und auch Freiheitsstrafen. Die Sportgerichte sanktionieren Entgleisungen mit Geldstrafen und Punktabzügen.

Bei Vorfällen in der Bayernliga können die unabhängigen Sportgerichte Geldstrafen von bis zu 25 000 Euro verhängen. In den Klassen darunter reichen die finanziellen Sanktionen von der Mindeststrafe in Höhe von 300 Euro bis zu 12 000 Euro. Zudem drohen wie Platzsperren und auch Punktabzüge. Im Extremfall ist die Versetzung in eine niedrigere Spielklasse möglich.

Die heimischen Vereine, die jetzt noch in der Relegation am Ball sind – TSV Emmering, TSV Zorneding und ATSV Kirchseeon – scheinen dabei auf der sicheren Seite zu sein, wie eine Nachfrage der Ebersberger Zeitung ergab.

Bis auf einen Vorfall von vor zwei Jahren, als die damaligen Gäste aus Forsting für schwarze Rauchwolken sorgte, erinnert sich Emmerings Abteilungsleiter Michael Maier an keine entsprechenden Vorfälle. „Da haben wir sonst keine Erfahrungen damit gemacht.“ Die Ordner sind fürs Relegationsspiel gegen Waging jedenfalls angewiesen, sofort einzuschreiten.

Auch in Kirchseeon hat man mit Pyro-Fans keinerlei Erfahrung. „Mit dem Thema mussten wir uns nie beschäftige“, sagt ATSV-Abteilungsleiter Werner Weber. Wenn, wie kürzlich beim Pokalfinale in Oberpframmern, zwei Nebelkerzen in den Vereinsfarben abgebrannt werden, sei für ihn das kein Problem: „So weit weg, wie die von den Zuschauern waren, besteht keine Gefahr.“

Ebenso entspannt sieht Zornedings Fußballchef Walter Hommelsen die Situation in Sachen feuriger Fanbegeisterung. „Pyro ist bei uns absolut kein Thema. Das hatten wir noch gar nicht bei uns, unsere Fans sind da mit anderen Dingen beschäftigt“, weist er auf Sirenen und andere Lärminstrumente zur Unterstützung hin. Man hätte aber in Zorneding für den Fall der Fälle immer Ordner zur Hand. Und apropos Ordner: Der TSV wird beim Relegationsspiel in München drei bis vier eigene stellen, „die auf unsere Fans aufpassen“. Hommelsen rechnet dort mit 100 bis 150 Zornedingern – aber keinen Vorfällen.  hw/ola

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