Der Toto-Pokal ist schon seit längerer Zeit fester Teil des Spielbetriebs. Jetzt soll ein weiterer Pokal folgen.
+
Der Toto-Pokal ist schon seit längerer Zeit fester Teil des Spielbetriebs. Jetzt soll ein weiterer Pokal folgen.

LAG schlägt zusätzlichen Pokal für Bezirksligisten vor

LAG: Wettbewerb mit hohem sportlichem Wert und Spielen mit Derbycharakter

  • Wolfgang Herfort
    vonWolfgang Herfort
    schließen
  • Redaktion Ebersberg
    schließen

Analog zu höheren Ligen schlägt eine LAG auch für die Bezirksligisten einen Ligapokal vor. Insgesamt werden fünf direkte Aufstiegs- bzw. Nich-Abstiegsplätze ausgespielt.

Landkreis – Die Unter-Arbeitsgruppe „Bezirksspielklasse Herren“ der Lösungs-Arbeitsgruppe (LAG) „Spielbetrieb Liga und Pokal Erwachsene“ hat sich am Sonntagvormittag noch einmal intensiv mit der weiteren Gestaltung der aktuell unterbrochenen Spielzeit auseinandergesetzt. Neben der Fortsetzung der Punktrunde – sofern durch staatliche Vorgaben erlaubt – ab dem 1. September, liegt nun ein weiterer Vorschlag auf dem Tisch: der Ligapokal.

Aus einer „intensiven und zielorientierten Diskussion“, so die BFV-Mitteilung, sei ein konkreter Vorschlag entstanden, den alle LAG-Mitarbeiter befürworten und der nun allen bayerischen Bezirksligisten vorgestellt werden soll.

Die Empfehlung der LAG sieht – analog der Regional-, Bayern- und Landesliga – pro Bezirksliga einen zusätzlichen Ligapokal-Wettbewerb mit Vor-, Zwischen- und Finalrunde vor, der während der spielfreien Zeiten des Ligaspielbetriebs ausgetragen wird und zusätzliche sportliche Anreize bieten soll.

LAG: Fünf direkte Aufstiegsplätze

In jedem Bezirk spielen die jeweiligen Ligapokal-Sieger zudem einen Bezirkssieger aus, der im Anschluss mit den sechs weiteren Bezirkssiegern in einer Relegationsrunde um insgesamt fünf direkte Aufstiegsplätze in die Landesliga kämpft.

Auf die Ergebnisse der regulären Saison hat der Zusatzwettbewerb keinen Einfluss. Sollte eine Mannschaft über den Ligapokal den Aufstieg schaffen, die bereits über die Liga den Sprung in die Landesliga erreicht hat, greift ein Nachrücker-Prinzip. Geht eine Mannschaft, die über die Liga absteigen würde, als Aufsteiger aus dem Ligapokal hervor, hält sie als Belohnung die Klasse.

Dotterweich: Das ist all das, was wir wollten!

„Wir wollen einen Wettbewerb mit hohem sportlichem Wert und vielen Spielen mit Derbycharakter, der sich zugleich flexibel gestalten lässt. All das bietet der Ligapokal! Natürlich ist der Wettbewerb kein vollständiger Ersatz für eine reguläre Saison, das ist uns bewusst. Wir befinden uns aber in einer außergewöhnlichen Situation – und aus dieser müssen wir das Beste machen“, erklärte Michael Tittmann, der als Mitglied im Verbands-Spielausschuss die Unter-Arbeitsgruppe leitete.

„Ein Ligapokal als zusätzlicher Wettbewerb ist aus meiner Sicht sehr sinnvoll. Gerade weil er für alle Vereine einen hohen sportlichen Anreiz bietet: Teams, die aktuell um den Abstieg kämpfen, haben eine weitere Chance auf den Klassenerhalt. Und Mannschaften im Tabellenmittelfeld können über diesen Weg sogar noch aufsteigen. Außerdem bleiben wir mit Blick auf die weitere Entwicklung der Pandemie flexibel“, sagte Alois Wittenzellner von der SpVgg Ruhmannsfelden (Niederbayern). Oliver Dotterweich vom 1. FC Oberhaid (Oberfranken) ergänzte: „Das ist all das, was wir wollten! Mit dem von uns vorgeschlagenen Ligapokal-Wettbewerb ist alles abgedeckt: Ein hoher sportlicher Wert und viele Spiele.“

Findet der Liga-Pokal die Zustimmung der 15 bayerischen Bezirksligisten, muss als nächster Schritt über dessen inhaltliche und terminliche Gestaltung gesprochen werden.  ez/hw

Mitglieder LAG Spielbetrieb Liga und Pokal Erwachsene des BFV: Alois Wittenzellner (SpVgg Ruhmannsfelden/Niederbayern), Oliver Dotterweich (1. FC Oberhaid/Oberfranken), Hans Gietl (ESV Freilassing/Oberbayern), Klaus Assum (TSV Gersthofen/Schwaben), Maximilian Biehler (SC Luhe-Wildenau/Oberpfalz), Fabian Lämmermann (1. FC Hersbruck/Mittelfranken) und Heike Stephan (TSV Forst/ Unterfranken).

Auch interessant

Kommentare