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Es bleibt beim Rekord-Plan

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Eilt weiter von Sieg zu Sieg: Guido Müller. In Fürth aber ohne neue Bestzeit. Foto: kiefner
Eilt weiter von Sieg zu Sieg: Guido Müller. In Fürth aber ohne neue Bestzeit. Foto: kiefner

Vaterstetten - Senioren-Leichtathlet Guido Müller (M75) läuft in Fürth beim Hallensportfest ohne Rekordzeit. TSV Vaterstetten-Vereinskollege Gerhard Zorn wird dreimal Erster.

Wenn Guido Müller an den Start geht, will er nicht nur gewinnen. Sein Ehrgeiz geht immer ein Stück weiter, egal ob Weltmeisterschaft oder „nur“ Seniorensportfest in Fürth wie am vergangenen Samstag. Auf drei Starts hatte sich der mittlerweile 76-Jährige beschränkt. Eben um eine Bestmarke zu knacken. Denn zu kurz hintereinander waren in der Klasse M 75 die Wettbewerbe über 400 und 200 Meter angesetzt. Nur gut zwei Stunden Regeneration, das ist selbst für einen Ausnahmeathleten wie dem Vaterstettener zu wenig. Müller verzichtete auf seine Spezialdisziplin 400 Meter. Die könnte er wohl im Rückwärtsgang absolvieren, so überlegen ist er in dieser Disziplin hierzulande.

Der sportliche Reiz lag diesmal auf der 200-Meter-Strecke. Müllers Ziel: den Europarekord knacken, schneller als 27,87 Sekunden sein, schneller, als er im Vorjahr war. „Hat leider nicht geklappt“, so Guido Müller. Mit einem Augenzwinkern kommentierte er seine Zeit von 28,28 Sekunden: „Ich werde eben älter.“

Schon zuvor war er an einem anderen Vorhaben gescheitert. Über 60-Meter-Hürden sollte der Europarekord ebenfalls fallen. „Ich dachte, die 10,64 Sekunden habe ich drauf, nachdem ich im vergangenen Jahr in Budapest mit 10,65 nahe dran war.“ Dass er in Fürth nach 10,75 Sekunden im Ziel war, stachelte Müllers Ehrgeiz neu an: „Zweimal habe ich in der Halle noch Gelegenheit, die Marke zu packen.“ So in knapp sechs Wochen bei der Hallen-DM in Erfurt. Dort wird der Vaterstettener auch wieder über die 60 Meter antreten, obwohl „das nicht meine Rekordstrecke ist“. Gewonnen hat er sie in Fürth dennoch (8,89).

Siegreich war auch einer, der vermehrt in Müllers Fußstapfen zu treten gedenkt: Gerhard Zorn (M 55). Auch er scheiterte in Fürth - nicht an der Konkurrenz, sondern am selbst gewählten Ziel, die 60 Meter einmal unter acht Sekunden zu absolvieren. Bei 8,03 Sekunden blieb die Uhr für ihn stehen. Immerhin drei Hundertstelsekunden schneller als im vergangenen Jahr. „Er ist ja noch jung und kann sich weiter verbessern“, frotzelte Teamkollege Müller. Denn das tat Zorn auch über 100 Meter. Nach 12,97 Sekunden im Vorjahr über diese Distanz, waren es diesmal 12,95. Nur die 200 Meter spurtete Gerhard Zorn in 26,21 Sekunden einen Wimpernschlag langsamer als bislang (26,15).

Der Vaterstettener hat neben den offiziellen Rekordzeiten eine zusätzliche Motivation: Schneller laufen, als es Teamkollege Müller in seinem Alter einst schaffte.

hw

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