Volleyball

Coach Hezareh sieht Rot

  • vonJulian Betzl
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Dass es im neuen Jahr die dritte Niederlage in Folge setzte, war für Alex Hezareh, Trainer der Grafinger Volleyballer, nicht schlimm. Doch die Art und Weise des Zustandekommens ärgerte ihn.

Grafing – Immer wieder hatte Grafings Trainer zuletzt betont, dass der sportliche Fokus in dieser Saison auf einem „weichen Übergang“ im TSV-Spielerkader liege und man daher „nicht unbedingt Meister werden muss“. Insofern war Alexander Hezareh nach der dritten Pleite in Serie und dem 1:3 (23:25, 13:25, 28:26, 23:25) gegen Mimmenhausen nicht übermäßig von einem ordentlichen, wenn auch durchwachsenen Auftritt seines Teams enttäuscht. Wirklich hart ging Hezareh lediglich mit den beiden Unparteiischen ins Gericht: „Schon wie ich die beiden in die Halle kommen sah, ahnte ich Schlimmes. Ich rede normal nicht schlecht über Schiedsrichter, aber wir haben heute gegen die Schiris verloren.“ Selbst Gastgeber Mimmenhausen habe sich hinterher für die schwache Leistung der Schiedsrichter bei Grafing entschuldigt.

Dass es die Bärenstädter zum Jahresauftakt am Bodensee nicht nur mit dem Team der Stunde samt einer stimmungsvollen Kulisse von 568 Zuschauern im Rücken zu

Kritik an Schiedsrichterleistung

tun bekommen würden, zeichnete sich bereits im ersten Satz ab. Grafing hatte stets mit einem komfortablen Punktevorsprung bereits eine Hand am ersten Satzgewinn, als „eine wirklich harte Entscheidung gegen uns“ die Hezareh-Truppe aus ihrem Konzept und um den gelungenen Einstand brachte. „Wir haben uns sehr aufgeregt und im Kopf da schon den zweiten Satz verloren“, erklärte der TSV-Coach den nachfolgenden 0:7-Rückstand, den Mimmenhausen mühelos zum zweiten Satzgewinn über die Runden brachte.

Den mentalen Durchhänger auf Gästeseite bezeichnete Hezareh „als verständlich“, aber „natürlich hätte auch eine Trotzreaktion kommen können“. Ein Grafinger Aufbäumen wurde allerdings auch durch die starke Tagesform des neuen Tabellenzweiten verhindert. Angeführt von ihrem überragenden Spielertrainer und späterem MVP Christian Pampel (Hezareh: „Der ist nicht umsonst weltklasse“), der lediglich im dritten Durchgang zweimal entscheidend von Grafings MVP Julius Höfer am Netz in seine Schranken verwiesen werden konnte.

Wieder einen Punktgewinn vor Augen, lieferte sich Grafing in Satz vier einen intensiven Schlagabtausch und hatte beim vermeintlichen 23:23-Ausgleich sogar Oberwasser. Nur sahen die Schiedsrichter den Ball wohl exklusiv im Aus und trieben Hezareh endgültig zur Weißglut: „Ich habe mich nach dem Spiel heftig beschwert, bin aber nicht ausfallend geworden.“ Für sein „unangemessenes Verhalten“ sah Hezareh dennoch „nach vielen Jahren mal wieder Rot“.  bj

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