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Routine hilft nach der Corona-Zwangspause

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Von: Raffael Scherer

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Ohne Waffe trainierte es sich schlecht: Schützin Iris Buchmayer wurde von Landrat Robert Niedergesäß im Rahmen der Sportlerehrung ausgezeichnet.
Ohne Waffe trainierte es sich schlecht: Schützin Iris Buchmayer wurde von Landrat Robert Niedergesäß im Rahmen der Sportlerehrung ausgezeichnet. © ROSSMANN

Forstschützin Iris Buchmayer schätzt beim Schießen vor allem das zurückgekehrte Gemeinschaftsgefühl.

Ebersberg – Ohne Waffe versuchte Iris Buchmayer allein daheim durch Ausgleichssport nicht einzurosten, als wegen der Coronapandemie kein Training auf dem Schießstand erlaubt war. „Aber es ist einfach nicht das Selbe“, resümiert die 21-jährige Schützin aus Kirchseeon ihre Bemühungen in der Zwangspause.

So ganz nachzuvollziehen waren für sie die pandemiebedingten Einschränkungen beim Sportschießen nicht: „Ich bin allein am Stand und durfte trotzdem nichts machen“, erinnert sie sich. Als dann nach fast zwei Jahren die Schießstätten wieder öffnen durften, stand Buchmayer sofort auf der Matte: „Wenn man vorher in der Routine drin war, kommt man relativ schnell wieder rein“, so ihre Erfahrung.

„Immer wieder schön“ im Alten Speicher

Und das zeigte sie auch gleich, als es wieder los ging: Zusammen mit den anderen beiden Ebersberger Forstschützen Isabella Straub und Kerstin Fahl belegte Buchmayer 2021 als Damenmannschaft den dritten Platz bei der Deutschen Meisterschaft (KK 100 Meter). Dementsprechend freute sie sich auch über die Ehrung durch den Landkreis im Alten Speicher: „Es ist wirklich schön. Ich schieße ja schon seit 2013, bin also nicht zum ersten Mal hier, aber es ist immer wieder schön hier“, freut sich Buchmayer.

Auch, weil sich nach der Pandemie nun auch beim Thema Ehrungen wieder mehr rühre. Wo die Medaille genau hinkommt, könne sie noch nicht genau sagen: „Wohnungsplatzbedingt habe ich keine Ehrenwand, aber sie wird auf jeden Fall in Ehren gehalten.“

Besonders das Gemeinschaftsgefühl ist schätzenswert

Seit den ersten Meisterschaften seit der Pandemie sei ihr wieder besonders aufgefallen, was sie am Sportschießen so schätzt: das Gemeinschaftsgefühl. „Wir schießen ja auch in der Mannschaft, zwar ist jeder für sich zuständig, aber wenn einer gut ist, dann wird das nicht herabgewürdigt, sondern jeder freut sich für dich. Alle sind für einen da“, sagt die 21-Jährige und lächelt zufrieden.

In den nächsten Wochen geht es dann gleich weiter mit der Bayerischen Meisterschaft. Und je nach dem danach noch die Deutsche. „Und im Winter ist schon wieder Bundesliga“, sagt Iris Buchmayer verschmitzt. Also keine Zeit für eine Verschnaufpause. Ruhe hatte sie nun schließlich lange genug.

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