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Handball: Anzinger Löwen schütteln Schwächephase ab

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Von: Patrik Stäbler

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Zerreißprobe: Anzings Rückraumspieler Marinus Limbrunner (Mitte) ließ sich mit seinen Handball-Löwen aber auch vom Erlanger Textiltest nicht aufhalten.
Zerreißprobe: Anzings Rückraumspieler Marinus Limbrunner (Mitte) ließ sich mit seinen Handball-Löwen aber auch vom Erlanger Textiltest nicht aufhalten. Foto: stefan Rossmann © stefan Rossmann

Den Start in diese Bayernliga-Abstiegsrunde haben sich die Handballer des SV Anzing sicher anders vorgestellt – wenn man nur auf die erste Viertelstunde dieses Auftaktspiels blickt.

VON PATRIK STÄBLER

Anzing – Denn da tun sich die Löwen daheim gegen den TV Erlangen-Bruck sichtlich schwer. „Man hat gesehen, dass wir noch in der Findungsphase waren“, wird es SVA-Trainer Hubert Müller später umschreiben.

Doch ab dem 5:4 wirkt es mit einem Schlag so, als hätten sich die Anzinger heimlich einen Schluck Zaubertrank genehmigt: Binnen 13 Minuten erarbeiten sie sich eine Zehn-Tore-Führung. Und diese erweist sich in der Folge als so komfortabel, dass die Löwen im zweiten Durchgang zwei bis drei Gänge zurückschalten können, ohne dass ihr Sieg jemals in Gefahr gerät. So steht am Ende steht ein 30:25-Erfolg, nach dem Müller konstatiert: „Wir haben zwei Punkte geholt und mit fünf Toren gewonnen. Damit können wir zufrieden sein – auch wenn in der zweiten Halbzeit zwischenzeitlich ein ungutes Gefühl drin war.“

Von diesem ist nach der „Findungsphase“ im ersten Abschnitt jedoch nichts zu spüren. Vielmehr zeigen die Hausherren – angefeuert von gut 250 begeisterten Fans – eine erstklassige Leistung, reiben den Gegner in der Deckung auf und kommen immer wieder zu Tempogegenstößen. „Das war genau so, wie wir uns das vorgestellt hatten“, lobt Müller, der das Team zusammen mit Kay Hoffman betreut. Der Lohn: Zur Halbzeit leuchtet eine 16:7-Führung für den SVA auf der Anzeigetafel auf.

In der Pause habe man die Spieler darauf eingeschworen, „genauso konzentriert weiter zu machen“, sagt Müller. Und genau das habe die Mannschaft auch getan – aber nur zehn Minuten lang. Ab dem 22:13 sei dann nämlich „eingetreten, war wir befürchtet hatten“, so der Coach: Angesichts des deutlichen Vorsprungs lassen es seine Löwen plötzlich laxer angehen, langen in der Deckung nicht mehr so hin und schließen viele Angriffe überhastet ab. Und so sind es nun die Erlanger Gäste, die vor allem durch Lorenz Maidl (zwölf Tore) zu einfachen Treffern kommen.

„Es gab gar keinen Grund, in Panik zu geraten“, kritisiert Müller. „Das war ein Spiel, dass wir eigentlich souveräner und deutlicher hätten gewinnen müssen.“ Trotz ihrer Schwächephase gerät der Sieg der Anzinger jedoch zu keinem Zeitpunkt ernsthaft ins Wackeln. Und so resümiert Hubert Müller nach dem 30:25-Erfolg trotz des „unguten Gefühls“ in der zweiten Hälfte: „Insgesamt hat das schon gepasst.“

SVA - TV Erlangen-Bruck 30:25 (16:7)

Anzing: Scharder, Bauer - J. Limbrunner (6), M. Limbrunner (5), Kiefel (4), Hoxha (4/1), Lettl (3), Erber (3), Bobach (2), Riesenberger (2), Krasniqi (1), Ruckdäschel, Rehmeyer, Felber.

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