Eishockey

In allen Belangen unterlegen

So erstklassig das Freitagsspiel ausgefallen war, so sehr liefen die Spieler des EHC Klostersee in Landsberg ihren Möglichkeiten hinterher.

Grafing – Zu zwei konkurrenzfähigen Vorstellungen am Wochenende war der EHC Klostersee zuletzt nicht in der Lage. Nach dem leidenschaftlichen Penalty-Sieg über den klassenhöheren Höchstadter EC (7:6) kamen die Grafinger zwei Tage später mit 2:10 in Landsberg unter die Räder.

„Das war nicht unser Tag, der Gegner war von vorne bis hinten und in allen Belangen überlegen“, fasste Helmut Gleixner das wenig erbauliche Geschehen zusammen. Der Co-Trainer hatte übernommen, nachdem Headcoach Dominik Quinlan kurz vor der Abfahrt des Mannschaftsbusses wegen gesundheitlicher Probleme passen musste.

„Präsenter, aggressiver und im Umschaltspiel immer variabel und schnell“, so sah Gleixner die Gastgeber. „Wenn ein Gegner vorne viel Druck ausübt und im Defensivverhalten in jeder Situation und Phase des Spiels Unterstützung hat, einer geht drauf und ein zweiter ist bereit, ist es in dieser Runde verdammt schwer, wenn du nicht eine gute und stabile Leistung abrufen kannst.“

Dazu sei man an diesem Abend nicht in der Lage gewesen („wir waren nicht frisch im Kopf und hatten schwere Beine“), was nicht nur an den Riverkings gelegen habe. „Da war sicher der Kräfteverschleiß vom Freitag, das konnten vor allem die zahlreichen kürzlich noch krank oder verletzt ausgefallenen Spieler bei uns nicht kompensieren. Aber wir müssen uns schon auch an die eigene Nase fassen, haben es dem Gegner einfach zu leicht gemacht.“

Nicht konsequente Abwehrarbeit der Fünfer-Blöcke sei das eine gewesen, der eine oder andere „haltbare“ habe zusätzlich zur zweistelligen Abfuhr beigetragen. In der ie Pflicht nahm der EHC-Coach dabei insbesondere die Führungsspieler. „Unser dritter Block hat seine Einsätze mit 1:1 beendet.“

Im EHC-Kasten wurde Rudi Schmidt, der seinen Vorderleuten keine Stabilität vermitteln konnte, von ihnen aber auch häufig allein gelassen wurde, nach zwei Dritteln erlöst. Positiv wurde der Premiere-Einsatz von U20-Keeper Carsten Aurich im Schlussdrittel bewertet. „Sehr gut gemacht“, lobte Gleixner, der sich trotz der ausstehenden Partie in Sonthofen am kommenden Sonntag auf der Heimfahrt Gedanken über die Pre-Playoff-Serie („best of three“ – 6., 8. und 10. März) machte. Der Gegner steht bereits fest, nachdem der EHC Klostersee als Letzter der Verzahnungsrunde feststeht und in der unteren Zwischenrunde der EC Pfaffenhofen sicherer Erster ist.  ele

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