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Löwen fehlen Kleinigkeiten

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Ausgerutscht: Roman Müller und der SVA in Friedberg. sro
Ausgerutscht: Roman Müller und der SVA in Friedberg. sro

Anzing - Handball-Bayernligist SV Anzing kassiert beim Ex-Drittligisten Friedberg seine erste Saisonniederlage - 19:24.

Eigentlich beginnt alles nach Plan für Andreas Dittiger. Gleich bei seiner ersten Aktion verwandelt der Neuzugang des SV Anzing einen Siebenmeter - vielleicht auch, weil er den gegnerischen Torwart aus dem Effeff kennt. Denn für den Handball-Bayernligisten geht es an diesem Abend gegen Dittigers alten Club, den TSV Friedberg, wo der Rückraum-Hüne lange in der 3. Liga gespielt hat.

Doch so stark sein Einstand, so durchwachsen ist Dittigers Vorstellung danach. „Er war oft ein wenig überdreht“, sagt Trainer Hubert Müller. „Für ihn war das natürlich ein sehr emotionales Spiel.“ Und so kann der 25-Jährige im Angriff kaum Akzente setzen gegen seine alten Kollegen - womit er bei den Anzingern freilich nicht alleine ist. Denn gerade in der Offensive scheitern die Gäste immer wieder an der kompromisslosen Friedberger Deckung oder an deren starken Torhütern.

So setzt es am Ende eine 19:24-Pleite für den SVA - die erste Niederlage nach zwei Siegen zum Auftakt. Allzu enttäuscht will sich Müller hernach aber nicht geben: „Ich bin eigentlich zufrieden mit der Leistung, die wir da gezeigt haben.“ Allerdings habe man auch gesehen, was seiner Mannschaft zu einem Spitzenteam fehlt. „Das sind Kleinigkeiten, vor allem an der Neun-Meter-Linie. Da haben wir zu viele Zweikämpfe verloren oder sind zu spät auf die Schützen rausgegangen.“

Dabei kämpft sich Anzing im ersten Durchgang nach einem 5:9-Rückstand zurück in die Partie und gleicht bis zur Pause auf 10:10 aus. „In der Halbzeit habe ich den Spielern gesagt, dass wir sogar in Führung liegen könnten, wenn wir ein paar Fehler weniger gemacht hätten.“ Auch in der zweiten Hälfte bleibt das Spiel zunächst ausgeglichen. Zwar gelingen dem SVA in den ersten 20 Minuten des zweiten Abschnitts bloß fünf Tore. Doch dank einer starken Deckungsarbeit liegen die Gäste beim Stand von 15:17 weiterhin in Schlagdistanz.

Dann jedoch setzt sich die Erfahrung des Absteigers durch: Zwei leichte Anzinger Fehler bestraft Friedberg mit zwei schnellen Toren. Plötzlich steht es 15:19 - die Vorentscheidung. „Das Endergebnis täuscht etwas darüber hinweg, dass das Spiel lange Zeit knapp war“, resümiert Müller. „Mich hat es gefreut zu sehen, dass wir gegen diesen Gegner so lange mithalten können.“ Ohnehin ist er sich sicher: „Mit dieser Leistung gewinnen wir gegen viele Mannschaften in der Liga.“ ps

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