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Löwenstarker Auftritt des SVA

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Daumen hoch nach Schlusspfiff: Anzings Trainer Hubert Müller freut sich über den Sieg, wie die gut 400 Fans. sro
Daumen hoch nach Schlusspfiff: Anzings Trainer Hubert Müller freut sich über den Sieg, wie die gut 400 Fans. sro

Anzing - Wichtiger Sieg im Abstiegskampf: Anzings Bayernliga-Handballer ringen TG Landshut mit 25:23 nieder.

Dass es Ralf Kain mal die Sprache verschlägt, kommt eher selten vor. Der Hallensprecher des SV Anzing feuert bei Heimspielen nimmermüde die Bayernliga-Handballer an, leidet und jubelt mit ihnen. Nach dem Auftritt des Aufsteigers gegen die TG Landshut jedoch zeigt sich in der Markt Schwabener Halle ein ungewohntes Bild: Ralf Kain schweigt.

Doch es ist kein trauriges Schweigen - im Gegenteil. Vielmehr hat der Hallensprecher in der Schlussphase seine Stimme derart malträtiert, dass er jetzt nur noch krächzen kann. „Er hat mir gesagt, dass er so was noch nicht erlebt hat“, erzählt Trainer Hubert Müller und lacht. „In diesem Spiel war alles geboten, was man sich als Zuschauer wünschen kann.“ Inklusive Happy End für die Gastgeber: Mit 25:23 holt sich der SVA seinen zweiten Sieg im dritten Rückrundenspiel und sammelt damit wertvolle Punkte im Abstiegskampf.

Vor der Rekordkulisse von rund 400 Zuschauern beginnt der Abend zunächst mit einer neuen Einlaufzeremonie - mit Suchscheinwerfer, einem Maskottchen im Löwenkostüm und einer noch unversehrten Stimme von Kain. Vom Start weg entwickelt sich eine enge Partie, in der sich Landshut auf 5:8 absetzt. Dieser Rückstand bleibt bis zum 9:12 bestehen, doch danach macht sich eine Umstellung in der SVA-Deckung bezahlt. „Wir haben den Mittelmann in Manndeckung genommen, und damit sind sie gar nicht zurecht gekommen“, sagt Müller, dessen Team zur Pause ausgleicht.

Im zweiten Abschnitt erlauben sich die Anzinger erneut eine Schwächephase: In zwei Überzahlsituationen gelingt ihnen kein Treffer; stattdessen vergeben sie zwei Siebenmeter und kassieren ein Gegentor. „Da habe ich schon gedacht: Jetzt sind wir wieder da, wo wir in der Vorrunde waren“, sagt Müller. Doch sein Team belehrt ihn eines Besseren und behält die Nerven. Der eingewechselte Fabian Fiedler zeigt starke Paraden, die Halle steht Kopf, und Anzing setzt sich auf 21:19 ab. Zwar kommen die Gäste nochmals auf ein Tor heran, doch die Hausherren treffen zum 25:22 - die Vorentscheidung (58.).

„Wir waren im Angriff sehr verkrampft und haben viele Chancen ausgelassen“, moniert Müller. Dennoch spricht der Coach von einem verdienten Sieg, „weil wir in den letzten zehn Minuten die bessere Mannschaft waren“. Diese Schlussphase beschert Anzing zwei Punkte - und kostet Kain die Stimme. Diese gilt es nun zu schonen, denn schon in zwei Wochen wird es in Markt Schwaben wieder zur Sache gehen - auf und neben dem Feld. Dann kommt Ismaning zum Derby. p.stäbler

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