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Mühevoller Muss-Sieg

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Mund zu: Handfeste Argumente hatte der Allacher Gegenspieler, um Anzings Max Haberthaler (Mi.) am Wurf zu hindern. foto: stefan rossmann
Mund zu: Handfeste Argumente hatte der Allacher Gegenspieler, um Anzings Max Haberthaler (Mi.) am Wurf zu hindern. foto: stefan rossmann

Anzing - Handball-Bayernliga: Die Anzinger Löwen bezwingen Aufsteiger Allach dank starken Schlussspurts mit 28:24.

Hubert Müller, Trainer des SV Anzing, ist eigentlich Handballer durch und durch. Doch am Samstag hat der Coach an Fußball denken müssen - genauer gesagt: an die Kicker des FC Bayern. Diese hatten sich beim 3:0 gegen den Aufsteiger Darmstadt keine Blöße gegeben. „Für Darmstadt ist es das Spiel des Jahres, während die Bayern gerade noch in der Champions League gespielt haben“, sagt Müller. „Trotzdem gehen sie mit voller Konzentration zu Werke. Diese mentale Stärke ist wirklich bewundernswert.“

Was Müller direkt zum Bayernligaspiel seiner Handballer gegen den TSV Allach bringt, ebenfalls ein Aufsteiger. Zwar sei der Leistungsunterschied zwischen diesen zwei Clubs beileibe nicht so groß wie im Falle von Bayern und Darmstadt, betont der Trainer. Dennoch geht Anzing - wie der FCB - als klarer Favorit in die Partie. Aber anders als ihre kickenden Kollegen tut sich der SVA äußerst schwer gegen den Außenseiter und gewinnt erst dank eines Schlussspurts mit 28:24. „Gerade in der ersten Halbzeit haben der letzte Schritt und die letzte Konzentration gefehlt“, moniert Hubert Müller. „Ich hatte das Gefühl, wir spielen mehr gegen uns selbst als gegen Allach.“

Dabei setzen sich die Gastgeber vor 400 Zuschauern immer wieder ab - auf 7:5, 10:8 und 13:11. Doch stets kämpft sich Allach zurück, was vor allem am fehlenden Einsatz seines Teams in der Deckung gelegen habe, glaubt Müller. „Die Spieler wussten, dass das ein Muss-Sieg für uns ist. Das hat vielleicht den einen oder anderen etwas gehemmt.“

Nach der Pause gehen die Anzinger in der Deckung konsequenter zu Werke. Doch da es im Angriff weiter holpert, bleibt die Partie bis zum 19:19 spannend. „Dann hat Juppi das Ding wieder in die Hand genommen“, sagt Müller und meint damit seinen Spielmacher Julian Ruckdäschel. Der hatte bereits beim 26:24-Auftaktsieg gegen seinen Ex-Club Unterhaching eine überragende Leistung gezeigt. Und auch diesmal übernimmt er zehn Minuten vor Schluss die Verantwortung, markiert wichtige Treffer und setzt Kreisläufer Marinus Limbrunner in Szene. Dazu kommen mehrere starke Paraden von Torwart Alexander Imhoff, sodass die Anzinger auf 24:20 davonziehen - ein Polster, das sie danach souverän verwalten.

So steht am Ende der zweite Sieg im zweiten Spiel zu Buche. „Das war mein Ziel, denn jetzt kommen einige richtig schwere Partien“, sagt Müller. Den Auftakt macht dabei das Gastspiel beim TSV Friedberg am Freitag (20.30 Uhr). Gegen den Absteiger und aktuellen Spitzenreiter ist Anzing klarer Außenseiter - also gewissermaßen in der Darmstadt-Rolle. ps

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