Günter Neef ist nicht mehr Trainer beim A-Klassisten
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Günter Neef ist nicht mehr Trainer beim A-Klassisten

Führungswechsel

Paukenschlag bei Hohenlinden: Neef und Werndl weg

SV Hohenlinden - Paukenschlag bei den Fußballern des SV Hohenlinden: Mit Abteilungsleiter und Trainer sind gleich zwei führende Positionen neu besetzt worden.

Auf einen Schlag hat der SV Hohenlinden doppelt ausgewechselt. Sowohl der Trainer des Fußball- A-Klassisten, Günter Neef, als auch Abteilungsleiter Martin Werndl junior sind aus dem Spiel. Letzterer trat aus gesundheitlichen Gründen in einer am vergangenen Freitag abgehaltenen Ausschusssitzung zurück.

„Er hat uns gebeten, eine Auszeit zu nehmen“, erklärte SVH-Hauptvorstand Ludwig Attenberger gegenüber der Ebersberger Zeitung. Werndl junior (45) führte seit 1999 mit Herzblut die Sparte an und war auch von 2011 bis 2013 zwei Jahre als Erster Vorsitzender des Vereins tätig. „Ich brauche den Abstand“, bat Werndl um Verständnis, dass er noch vor der Hauptversammlung der Abteilung am 28. Februar aufhöre. Intern hatte der 45-Jährige Funktionär bereits vor Weihnachten seinen Abschied für diesen Termin angekündigt.

Sein Nachfolger ist der bisherige Stellvertreter: Thomas Ziller. Der 24-Jährige ist ein Aktiver, der in der Hinrunde durch eine Schulterverletzung ausfiel und die SVH-Reserve (C-Klasse 6) betreute. Ziller übernimmt nun bei den Kickern noch mehr Verantwortung. Die Position des zweiten Abteilungsleiters wird kommissarisch von Florian Wegmaier, dem Technischen Leiter, bekleidet.

In der Hohenlindener Funktionärssitzung wurde aber auch durch Attenberger die Trennung vom Trainer bekannt gegeben. „Dass die Wechsel zusammen stattgefunden haben, ist zufällig“, sagte der SVH-Chef. Neef habe „das Halbjahresziel nicht erreicht. Wir haben vereinbart, dass wir dann etwas ändern“, erklärte der SVH-Chef diesen Schritt.

Die Erste liegt in der A-Klasse 6 auf dem fünften Platz, zehn Punkte hinter Primus Pliening und vier hinter dem zweiten Aufstiegsplatz (Höhenkirchen) zurück – scheinbar zu viel Abstand, um den Ansprüchen in Hohenlinden gerecht zu werden.

Die zweite Amtszeit Neefs findet damit nach einem halben Jahr ein abruptes Ende. Für ihn war der Zeitpunkt an sich überraschend. Doch der SVH-Führung wolle er „überhaupt keinen Vorwurf“ machen. Schließlich sei das ausgehandelte Ziel verfehlt worden. Unter die ersten Drei zu kommen – „das war für mich der Kick und die besondere Motivation. Darum bin ich auch auf den Deal eingestiegen“, so Günter Neef, dessen Nachfolger sich am morgigen Freitag offiziell der Mannschaft vorstellt. Auch hier eine Überraschung: Es ist Attenberger selber, der von Moreno Beran als Fitnesstrainer unterstützt wird.

Olaf Heid

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