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Fleißig am Trainieren in den eigenen vier Wänden sind weiterhin die Sportkeglerinnen des Bundesligisten SKK 98 Poing, hier Tanja Bayer.

So halten sich die Sportkeglerinnen  beim SKK 98 Poing fit

SKK: Gemeinsam durch die Zwangspause

Die Poinger Bundesliga-Sportkeglerinnen sind zur Tatenlosigkeit verdammt. Die Liga ist abgebrochen. Doch der SKK 98 setzt auf Alternativen.

Poing – Corona bestimmt bzw. verhindert derzeit den Sportbetrieb der Amateurmannschaften und somit auch den der Bundesliga-Sportkeglerinnen des SKK 98 Poing. Saison abgesagt, Kegelhalle gesperrt, kein Training und keine sozialen Kontakte an den üblichen Spiel- oder Klubabenden ist möglich.

„Normalerweise wäre jetzt Hochsaison in der Bundesliga und nach einer sehr kurzen Weihnachtspause würden die Punktspiele fortgesetzt“, erläutert SKK-Vorsitzender Erwin Zimmermann. „Leider ist bei Corona noch kein Ende in Sicht.“ Es werde häufig von der „Kegelfamilie“ gesprochen. „Das Kegeln ist ein Sport für jedes Alter und Geschlecht und oft spielen Vater und Sohn, Mutter und Tochter bis hin zu Enkelkindern in einer Mannschaft. Das hilft auch die sozialen Kontakte untereinander zu pflegen“, betont Zimmermann.

Um zu vermeiden, dass die Spielerinnen ohne diese wichtigen sozialen Kontakte bei den sonst üblichen, wöchentlichen und gemeinsamen Spiel- und Trainingseinheiten für sich allein zu Hause sind, haben sich die Poinger Verantwortlichen etwas ausgedacht. Per WhatsApp, Videos und Telefon halten sie untereinander Kontakt. Christina Neundörfer geht dabei als Kapitänin vorbildlich voran. „Wöchentlich gibt sie per Videobotschaft je fünf kegelspezifische Aufgaben an die Mädels, die dann dreimal pro Woche ausgeführt werden sollen. So bleiben die Mädels sportlich fit und der Kontakt untereinander bleibt erhalten“, erklärt der SKK-Chef.

Viele Wohnzimmer oder andere Räumlichkeiten würden dabei kurzfristig zum Fitnessstudio werden. Teils lustige Kommentare und Bilder der Damen sorgen dafür, dass der Wettkampfgedanke aber auch die ganz wichtige Gemeinschaft ein Stück weit erhalten bleiben. 80 Prozent der SKK-Frauen beteiligen sich und melden wöchentlich ihre Erfolge gemäß den Vorgaben an Teammanager Zimmermann. Ab Januar wird man sich in Videoschaltungen unterhalten, Geschichten aus der Vergangenheit werden aufbereitet und erzählt, oder es werden Quizfragen gestellt.

„Wenn es dann irgendwann mit dem Training auf den Kegelbahnen wieder losgeht, da haben wir schon jetzt neue Ideen, um die Gemeinschaft zu fördern und den Teamgeist zu erhalten“, sagt Zimmermann. „Die Sportlerinnen waren es gewohnt unter der Saison jedes Wochenende dem Kegelsport unterzuordnen. Jetzt wurden die Wochenenden völlig neu erlebt.“ Um die Wettkampfhärte und den Wochenend-Rhythmus wieder zu erlangen, sollen interne Meisterschaften und Turniere veranstaltet werden. Die Poinger Sportkeglerinnen sollen sich wieder gemeinsam über mehrere Stunden treffen, Wettkämpfe austragen und dabei auch die Gemeinschaft pflegen. Erwin Zimmermann betont: „Unser Motto – nur gemeinsam sind wir stark – wollen wir auch dadurch leben.“  ez/ola

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