Auch wenn es das Ergebnis suggerieren mag, die Grafinger (l. Jens Glombitza) ließen sich vom Spitzenreiter aus Miesbach nicht unterbuttern. Foto: stefan rossmann

Eishockey

TEV nutzt Lücken in EHC-Defensive

Der EHC Klostersee hat die Bayernliga-Hauptrunde mit einem hervorragenden vierten Platz abgeschlossen. Daran änderte auch das 1:4 der ersatzgeschwächten Grafinger am Sonntagabend auf eigenem Eis gegen den Spitzenreiter TEV Miesbach nichts.

Grafing– Der EHC Klostersee hat die Bayernliga-Hauptrunde mit einem hervorragenden vierten Platz abgeschlossen. Daran änderte auch das 1:4 der ersatzgeschwächten Grafinger am Sonntagabend auf eigenem Eis gegen den Spitzenreiter TEV Miesbach nichts.

Um „taktische Spielausgänge“ zu vermeiden, hatte der Bayerische Eissportverband (BEV) den letzten Bayernliga-Spieltag für alle Eisstadien zeitgleich auf ein Startbully um 18 Uhr angesetzt. In Grafing ging’s allerdings gut eine Viertelstunde später los. Die sich gegenüberstehenden Teams hatten ihre Schäfchen für die Obere Zwischenrunde längst im Trockenen, weshalb die Verzögerung glaubhaft wider Willen passierte.

Und auch tatsächlich: Kaum war man zum Warmup auf dem Eis gewesen, zerbarst nach einem „Volltreffer“ eine Scheibe der Plexiglasumrandung. Das Wechseln sowie die Reinigung der Eisfläche waren ursächlich für den späteren Beginn. Der stand in den ersten Minuten ganz im Zeichen der sehr stürmisch in die Partie gehenden Gäste, die ihren ersten Platz ganz offensichtlich aus eigener Kraft halten wollten.

Die Rot-Weißen hatten gegen die sehr früh attackierenden Miesbacher schon im Aufbau einen schweren Stand. Kurz vor Ende des ersten Drittels trug das intensive Forechecking Früchte. Der Gast erkämpfte tief in der EHC-Zone den Puck und traf. Das war bereits der dritte Gegentreffer Klostersees, das zunächst sehr effektiv aufgetreten und in Führung gegangen war. Simon Roeder hatte TEV-Goalie Timon Ewert in Überzahl mit einem ansatzlosen Schlenzer überrascht (12.).

Zu große Lücken im Defensivdrittel, in das der Gegner immer wieder mit viel Tempo aus der neutralen Zone vorstoßen konnte, ermöglichten Miesbach innerhalb von 40 Sekunden die Wende zum 1:2 (16./17.).

Den zweiten Durchgang kontrollierte der Bayernliga-Primus mit seiner individuellen Klasse und drei ausgeglichen stark besetzten Blöcken auch ohne das Spieltempo der ersten 20 Spielminuten. Die Grafinger versuchten das Fehlen von sechs Stammkräften, was sich auf die spieltechnische Qualität auswirkte, durch Einsatz wettzumachen.

Backup-Keeper Rudi Schmidt, der bei den Gegentoren davor chancenlos war, konnte sich ein paar Mal auszeichnen.

In der 28. Minute bejubelte Roeder seinen zweiten Einschuss etwas zu früh. Der Schiedsrichter sah die von der Latteninnenkante abspringende Hartgummischeibe nicht hinter der Torlinie und winkte ab.

Im Schlussabschnitt entwickelte sich ein lockeres Auf und Ab mit zahlreichen Möglichkeiten beiderseits. Der TEV-Torhüter stand nun mindestens so im Fokus wie Schmidt, der noch eines kassierte (43.). Der Gästesieg war letztlich jedoch nicht mehr in Gefahr.  ele

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