Mut zum Experiment: die X Dancers wagten sich mit „Blinded by the light“ an Tanzen ohne zu sehen heran.

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Träumen mit dem ganzen Körper

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Die 19. Auflage des Plieninger Showtanzabends war ein Traum. Ein Traum, den Tanzsportler des Vereins auf die proppevolle Bühne des Bürgerhauses zauberte.  

Pliening – Wöchentlich mindestens einmal ins Training zu gehen, um Können und Fitness für diverse Wettkämpfe zu generieren, ist für die Tanzsportler des TSV Pliening-Landsham das Eine. Zuhause vor großer Kulisse im Bürgerhaus das Erlernte zu präsentieren das Andere. „Da kann es schon passieren, dass die Nerven flattern“, wie Trainerin Megan Bowen den Aktiven zugestand. Doch die brachten das knapp dreistündige Programm gekonnt über die Bühne und hatten sich am Ende den Applaus der mehr als 500 Besucher redlich verdient.

„Wer nicht pünktlich zum Einlass da war, musste stehen“, so Bowen und fügte freudig an: „Wieder einmal. Der Showtanzabend kommt eben gut an und ist auch deshalb für die Sportler ein Saisonhöhepunkt.“

Zum 19. Mal hatte die Abteilung Gymnastik und Tanz des TSV Pliening-Landsham zu ihrem Showtanzabend eingeladen. Ihr Versprechen: Eine bunte, abwechslungsreiche und emotionale Show zu bieten. Und die acht Tanzgruppen des Vereins setzten das Vorhaben gelungen in die Tat um und ernteten die Früchte ihrer harten Arbeit des vergangenen Jahres.

Nicht nur die für nationalen Wettkämpfe und internationalen Auftritte wie bei der Weltgymnastrada in Österreich einstudierten Darbietungen wurden auf die Bühne des Bürgerhauses gezaubert. Auch eigens für diesen Abend choreografierte Tänze krönten die Veranstaltung. Das Ergebnis war eine spielerisch leicht daherkommende Show ohne professionelle Ansprüche, hinter der sich aber harte Arbeit verbarg. „Und nicht nur von den Aktiven“, wie Megan Bowen betonte. „Da steckt viel Vorbereitung drin. Bis alles steht, vergeht jede Menge Zeit für die Planung, die Choreos, für Ton, Technik usw .“

Die Übergänge zwischen den 20 Darbietungen – zwei von Gruppen des FC Forstern – überbrückte Abteilungsleiterin Birke Kotre, die in Lucy Anzi eine gut aufgelegte Co-Moderatorin hatte. Aus Sicht von Kotre erfüllte der Abend alle Erwartungen: Der Spaß am Tanzsport war spür- und erlebbar, ein gelungenes Gemeinschaftserlebnis – auf und vor der Bühne. Während die jüngsten Tänzerinnen mit acht Jahren noch sportlichen Enthusiasmus einbrachten, zeigte die Gruppe der Sitztänzerinnen (Durchschnittsalter 85 Jahre), was man mit Routine auch noch im Alter zustande bringen kann. Dabei mussten sie auf ihr ältestes Gruppenmitglied verzichten. Die hatte sich einen derartigen Auftritt nicht mehr zugetraut. Was sie aber nicht davon abhielt, das Geschehen von der ersten Reihe aus zu verfolgen – trotz ihres anstehenden 99. Geburtstags. „Wie das andere Publikum war auch sie restlos begeistert“, freute sich Abteilungsleiterin Kotre: „Ich glaube, es gab niemanden, dem es nicht gefällen hätte. Dafür hauen wir alle Reserven heraus.“

Übrigens bei freiem Eintritt. Ein Konzept, dem die Plieninger treu bleiben wollen. Denn die freiwilligen Spenden flossen, so Kotre, reichlich. Ein Zeichen, dass der Showtanzabend zu gefallen wusste. Kotre: „Was will man als Amateur denn mehr!?“ WOLFGANG HERFORT

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