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Bogensport: Triple-Traum der BSG platzt im Endspiel

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Von: Olaf Heid

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Hoffend in der Beobachterrolle waren die Bogenschützen der BSG Ebersberg um Michelle Kroppen (im Hintergrund, li.). Tachertings bester Schütze Felix Wieser zeigte jedoch im Endspiel des Bundesligafinales in Wiesbaden keine Nerven und verhinderte das BSG-Triple.
Hoffend in der Beobachterrolle waren die Bogenschützen der BSG Ebersberg um Michelle Kroppen (im Hintergrund, li.). Tachertings bester Schütze Felix Wieser zeigte jedoch im Endspiel des Bundesligafinales in Wiesbaden keine Nerven und verhinderte das BSG-Triple. © Foto: Imago

Die Bogenschützen der BSG Ebersberg haben beim Bundesligafinale um die Deutsche Meisterschaft in Wiesbaden eine tolle Leistung abgeliefert, aber das angepeilte Triple verpasst. Im Endspiel unterlag die Formation von Trainer Andreas Blaschke dem Topfavoriten TSG Tacherting mit 2:6 Punkten (58:59, 58:56, 56:59, 57:59) und musste sich mit der Deutschen Vizemeisterschaft begnügen.

VON OLAF HEID

Ebersberg – Es war haarscharf. „Das i-Tüpfelchen hat gefehlt“, bedauerte Blaschke und gratulierte dem Rivalen: „Tacherting war an diesem Tag und zu dieser Stunde in einem Finale auf hohem Niveau wirklich besser. Das muss man neidlos anerkennen.“ Der Trainer war letztlich „sehr zufrieden damit, wie sich die Mannschaft präsentiert hat. In Vorrunde und Halbfinale haben wir keinen Satz abgegeben.“

Damit kam es vor coronabedingt „nur“ 150 Zuschauern in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit zu dem allgemein erwarteten „Traumfinale“ des Süd-Meisters Tacherting gegen den Triple-Anwärter. Wie der Rivale hatten auch die Ebersberger in dem besonderen Ambiente davor zwei perfekte 60er-Passen und zahlreiche 59er abgeliefert.

In der Gruppenphase löste die Blaschke-Formation mit Michelle Kroppen, Maximilian Weckmüller und Neuling Elisa Tartler (Blaschke: „Sie hat es sehr, sehr gut gemacht“) ihre beiden Aufgaben gegen den BSC BB Berlin und TS 1861 Bayreuth mit 6:0 Zählern. Auch die zweite Reihe mit Amelie Aichinger und Christian Höck kam dabei zu ihrem Einsatz. Die Partie gegen den SV Dauelsen musste hingegen ausfallen. Das Team aus Bremen hatte krankheits- und sturmbedingt (es fuhr kein Zug) auf die Anreise verzichtet.

Der Süd-Zweite Ebersberg zeigte in seinem Halbfinale gegen den Nord-Vierten Sherwood Herne keine Nerven und behauptete sich sicher mit 6:0 (59:58, 59:55, 58:57). Tartler setzte den Matchpfeil für den Halbfinaleinzug in die erforderliche Zehn.

Tacherting hatte ebenso klar den späteren Dritten BSC BB Berlin (6:0) abgefertigt und war im Finale letztlich den Hauch besser. Die Ebersberger zeigten sich trotz gescheiterter Titelverteidigung zufrieden, auch wenn das erhoffte DM-Triple ausblieb: „Wir haben gut geschossen, auch Elisa, die ihr erstes Bundesligafinale geschossen hat“, betonte Weckmüller. „Wir hatten viele knappe Pfeile, auf der anderen Seite haben Felix und Moritz (Anm: Wieser) sehr stark geschossen. Tacherting hat verdient gewonnen, sie hatten eine krasse Saison“, zollte der BSG-Schütze seinen Respekt.

Und Coach Blaschke blickte angriffslustig schon wieder voraus: „Tacherting kriegt den Titel nur auf Leihbasis. Wir holen uns nächstes Jahr den Meisterspiegel zurück.“

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