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TSVV-Frauen lassen einen Zähler liegen

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Nicht entscheidend genug konnten sich Jelena Hugo und ihre Vaterstettener Frauen gegen die Gäste aus Marktoberdorf durchsetzen. Foto: jürgen rossmann
Nicht entscheidend genug konnten sich Jelena Hugo und ihre Vaterstettener Frauen gegen die Gäste aus Marktoberdorf durchsetzen. Foto: jürgen rossmann

Vaterstetten - Handball-Landesliga: Frauen des TSV Vaterstetten trennen sich im Abstiegskampf zuhause mit einem 21:21 von Marktoberdorf.

Allmählich kommt bei den Handballerinnen des TSV Vaterstetten so etwas wie Endspielstimmung auf. Vor der Partie gegen die hinter ihnen im Abstiegskampf befindlichen Leidensgenossinnen vom TSV Marktoberdorf hatten die Vaterstettener zwei Punkte Vorsprung, der Abstand zum rettenden Ufer mit Namen Klassenerhalt war ebenso groß. Dass ein Sieg für die Aufsteigerinnen noch nicht den Verbleib in der Landesliga bedeuten würde, war allen bewusst.

Tobias Graf musste angesichts der Ausfälle auf die A-Jugend setzen. Fünf der Spielerinnen, die vier Stunden zuvor ihr Landesligaspiel gegen Aichach bestritten, fanden sich im Aufgebot. Vielleicht war es eine Portion Übermotivation, denn vor lauter Fehlern in Abwehr und Angriff fand das TSVV-Team nicht ins Spiel. Nach gut elf Minuten und beim Stand von 3:6 musste Graf eine Auszeit nehmen. Bis dahin hatte sich schon Laura Opitz verletzt, blieb auf der Bank. Der Ordnungsversuch zeigte erst Spätwirkung, denn die Gäste drückten weiter aufs Gas. 3:10 Tore für die Allgäuerinnen wurden angezeigt. Einzig die 18-jährige Paulina Junghan hatte mit drei Strafwürfen Erfolg gehabt. Sie war es dann auch, die die Aufholjagd zählbar einleitete. Beim Stand von 8:11 gingen sechs Treffer auf ihr Konto.

Vaterstetten kam immer besser ins Spiel, und als die B-Jugendliche Johanna Gernsbeck den 12:13-Anschlusstreffer beisteuerte, bekamen die TSVV-Damen endgültig Oberwasser. Doch auch nach dem Wechsel dauerte es, ehe der TSVV nach Treffern von Johanna Gernsbeck, Paulina Junghan und Lilly Becker erstmals vorne lag (15:14). Das Spiel aber blieb eng bis zum Schlusspfiff. Mehr als zwei Treffer Vorsprung gelangen nicht, weil die Gastgeberinnen oft nur das Torgebälk trafen, oder die Strafwürfe nicht ihr Ziel fanden.

Selbst zwölf Sekunden vor Schluss, als Jessika Schulz strafwurfreif gefoult wurde, blieb die Chance ungenutzt, weil nach dem 21:21-Ausgleich in den letzten neun Minuten keine Mannschaft mehr traf. Maria Obermeier im Tor rettete mit ihren Strafwurf-Heldentaten das Remis.

Graf war sicher: „Wir haben den zweiten Pluspunkt in den ersten 17 Minuten liegen gelassen. Dass wir dann eine Dreiviertelstunde spielerisch deutlich im Vorteil waren, haben wir leider nicht genutzt. Zu viele Chancen blieben liegen.“ In der Tat: Bei einer Fehlerquote von 69 Prozent muss man von einem gewonnenen Punkt reden.

jwg

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