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Verteidiger-Engpass beim EHC

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Er rackerte in der Deckung gegen Peiting – und ist nicht angeschlagen: Marcel Pfänder (rechts). foto: sro
Er rackerte in der Deckung gegen Peiting – und ist nicht angeschlagen: Marcel Pfänder (rechts). foto: sro

Grafing - Vier Abwehrspieler drohen dem EHC Klostersee fürs nächste Oberliga-Heimspiel gegen Sonthofen am Freitag auszufallen.

Der EHC Klostersee schaffte es nicht, den Teilerfolg vom Freitag in Bad Tölz (3:2 nach Verlängerung) zu veredeln. Mit einem Dreier gegen den EC Peiting hätten sich die Grafinger dem Nervenkampf um Platz acht fast schon entziehen können. Zwölf Punkte Vorsprung auf Platz neun bei noch zehn verbleibenden Pflichtspielen wären eine echte Hausnummer gewesen. Durch das 2:3 gegen den Gast aus dem Pfaffenwinkel verpassten die Rot-Weißen nicht nur, sich um die Playoff-Teilnahme weiter freizuschwimmen.

Auch bis auf Rang fünf nach vorne bleibt es beim Respektsabstand. Die Fern-Duelle der Tölzer (0:6 in Bayreuth), Deggendorfer (2:3 in Weiden) und Sonthofener (2:8 in Regensburg) jedenfalls hätten allesamt dem Team um Kapitän Gert Acker in die Karten gespielt. Allerdings milderten die Resultate der Gegner aus derselben Tabellenregion die Niederlage auch ein wenig ab. Nichts Gröberes passiert konnte man letztlich festhalten.

Wobei die bevorstehenden Aufgaben - am kommenden Freitag kommt es auf eigenem Eis bezüglich der oberen K.o.-Runde zum „Endspiel“ gegen den ERC Sonthofen - eventuell ohne vier Verteidiger angegangen werden müssen. „Die personelle Situation in der Abwehr ist schon sehr problematisch“, meinte Trainer Andzejs Mitkevics, dem nach Marvin Kablau und Felix Kaller in Bad Tölz mit Dominik Unverzagt (Schultereckgelenk - zwei bis drei Wochen Zwangspause) und gegen Peiting mit dem zuletzt so starken Christian Hummer (Cut im Gesicht, der doppelt genäht werden musste) auch noch zwei Schlüsselspieler der Abwehr fehlen werden.

Die unnötige Heimniederlage gegen Peiting wollte der EHC-Headcoach nicht daran aufhängen: „Die Situation mit Chris Anfang des zweiten Drittels hat die Jungs sicher beeindruckt“, so Mitkevics. „Letztlich aber sind wir an unserer eigenen Abschlussschwäche gescheitert. Denn Chancen, um die Sache klar zu machen, hatten wir sehr, sehr viele.“ Es habe viel Energie gekostet, zunächst dem 0:1 und dann dem Zehn-Sekunden-Doppelschlag zum 1:3 hinterher zu laufen. Mitkevics: „Leider ist uns nicht gelungen, das wettzumachen. Die Jungs haben alles versucht, waren irgendwann aber natürlich frustriert vom erfolglosen Anrennen und wurden immer hektischer.“

ECP-Coach John Sicinski redete gar nicht lange um den heißen Brei: „Klostersee war heute klar besser, hat die Zweikämpfe gewonnen und sich viele Tormöglichkeiten erspielt. Trotzdem hatten wir das bessere Ende für uns. So ist es im Sport, nicht immer gewinnt der Bessere. Irgendwie finden wir derzeit auswärts immer einen Weg, um solche Spiele für uns zu entscheiden.“ Man habe zunächst von dem Tor im ersten Drittel gezehrt und dann einen glücklichen Doppelschlag gesetzt, meinte Sicinski. „Natürlich bitter für den EHC, aber wir nehmen die Punkte gerne. Der Einsatz passte, betrachtet man das Ergebnis hat mein Team alles richtig gemacht.“ ele

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