Herangekämpft in der Tabelle haben sich Thomas Ernst und seine Grafinger Mitstreiter mit eine m Sieg im Heimspiel gegen den UHC Salzburg. Foto: stefan rossmann

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Vielleicht gehtdoch noch was

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Die Handballer des TSV Grafing haben sich mit einem Himsieg über den UHC Salzburg in der Bezirksoberliga zurückgemeldet.

Grafing– „Wir haben zwar keine Chance mehr, aber die wollen wir nutzen.“ Frei nach diesem Motto agieren derzeit die Handballer des TSV Grafing in der Bezirksoberliga. Mit einem Bein bereits abgestiegen, entwickelten die Spieler von Trainer Michael Bergmann eine Trotzreaktion. Sie hielten in heimischer Halle das kleine Flämmchen der Hoffnung am Glimmen und verpassten den Gästen aus Salzburg eine 31:20-Klatsche. Eine weitere Saison in der Bezirksoberliga ist wieder machbar.

Zwar gehörte die Anfangsphase der Partie den Gästen. Doch das war es dann auch schon mit der Salzburger Herrlichkeit. Nachdem Grafing fast sechs Minuten benötigte, um Tritt zu fassen und erstmals zu treffen, ließen Abteilungsleiter Thomas Ernst und seine Mitstreiter nicht mehr locker. Es folgte eine bis zur 20. Minute hin und her wogende, ausgeglichene Partie. „Gegen die defensive 6:0-Abwehr der Gäste taten wir uns anfangs noch etwas schwer“, gestand Sprecher Thomas Ernst, „aber gegen Ende der Halbzeit kamen wir besser ins Laufen.“

Grafing setzte sich nun ein wenig ab und durfte mit einem Vier-Tore-Vorsprung

Heimsieg über Salzburg lässt hoffen

(14:10) in die Kabine gehen. Dort schien es reichlich Mut-Mach-Tropfen“ gegeben zu haben. Denn die Gastgeber gingen die zweite Halbzeit mit ganz anderer Körpersprache an, vermittelten den Zuschauern den Eindruck, dass es keinen anderen Sieger als sie geben würde. Grafings Abwehr stand nun sicher. Salzburgs Versuch, die heimische Defensive mittels zwei Kreisspielern zu knacken, zeigte nur wenig Erfolg. Dagegen marschierte der Angriff der Bärenstädter. Mit viel Lauffreude und Zielsicherheit wurde der Vorsprung Tor um Tor vergrößert. Den Schlusspunkt setzte Michael Löw kurz vor der Schlusssirene mittels Kempa-Trick.

Der deutliche und verdiente 31:20-Erfolg war Balsam auf die geschundenen Nerven der Grafinger, die zuvor oft unter Wert geschlagen worden waren. Ernst jubelte: „Eine starke Mannschaftsleistung, jeder konnte sich in die Torschützenliste eintragen.“ Mit einem Auge hatte er dabei auch die Tabelle im Blick. Zwar sind die Grafinger weiterhin Träger der Roten Laterne, haben nun aber sechs Pluspunkte auf dem Konto und sind an der SG Süd/Blumenau (7) dran. Nächsten Sonntag, 1. März, könnte es dann auch in der Tabelle aufwärts gehen – mit einem weiteren Heimsieg über den TSV Allach II. WOLFGANG HERFORT

Grafing: Alexander Gnadl, Thomas Ernst (7/4), Lukas Krüger (2), Markus Löw (3), Julian Henle (1), Andreas Skaletz (1), Luka-Ben Tuchard (6), Michael Löw (4), Ricardo Knocke (2), Kilian Bumke (5), Thomas Fäth, Raphael Stein.

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