Auf den nächsten Startschuss zum Giro d’Elkofen (hier die Vorjahresauflage) müssen die Radsportler bis nächstes Jahr warten. Auch das angekündigte Einzelzeitfahren wurde nun abgesagt. Foto: stefan rossmann

Radsport

Vom Gas auf die Bremse

  • Wolfgang Herfort
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Auf ein halbherziges „hü“ folgte ein entschiedenes „hott“. Der RSC Elkofen hat sich nach der Rennankündigung des Giro d‘Elkofen nun doch zu einer Absage entschieden.

VON WOLFGANG HERFORT

Landkreis – Lange hatten die Radsportler des RSC Elkofen darauf hin gefiebert, endlich wieder im Wettkampf in die Pedale treten zu dürfen. Umso erleichterter waren sie, als der Vereinsvorstand bekanntgab, dass der traditionelle Gir d’Elkofen zwar nicht wie gewohnt, aber immerhin als Einzelzeitfahren stattfinden würde. RSC-Vorsitzender Sonja Haslback war allerdings anzumerken, dass sie trotz großer Bedenken am Donnerstag vergangener Woche verlauten ließ: „Ja, wir wagen es.“ Jetzt scheint der Mut sie und ihre Mitstreiter verlassen zu haben. Gestern hieß es, Kommando zurück, Veranstaltung abgesagt!

„Je weiter wir in die Planungen eingestiegen sind, desto bewusster wurde uns, dass eigentlich nichts wirklich klar ist“, sagte Haslbeck. Darum habe man sich im Vorstands- und Helferkreis nochmal hingesetzt und sei alles zusammen durchgegangen. „Quintessenz des Ganzen ist: Das Hygienekonzept ist lang, die Vorschriften noch viel länger – und ob wir tatsächlich alles bedacht und umgesetzt haben, ist nicht in letzter Konsequenz geklärt.“

Daher habe man sich nach vielen Diskussionen, Überlegungen und Abwägungen dazu entschieden, den Giro 2020 doch nicht durchzuführen. Haslbeck dazu: „Wir können es nicht sicherstellen, die vielen verschiedenen und komplexen Vorgaben auch wirklich einzuhalten, und die Risiken sind schwer abschätzbar.“

Der RSC Elkofen hätte zwar gerne einen Giro, auch in abgespeckkter Form, durchgeführt – „aber nicht auf Biegen und Brechen“. Und nicht gegen das eigene Bauchgefühl. Haslbeck war von Anfang an nicht ganz wohl in der Haut. Viel Zeit und Herzblut habe man investiert und auf ein Rennen gefreut. „Daher ist es uns nicht leicht gefallen, diesen Schritt zu gehen. Aber lieber starten wir nächstes Jahr mit einem guten Gefühl in ein hoffentlich Corona-freies Rennen und lassen dieses Jahr ohne Giro verstreichen.“

Auch wenn sich „bestimmt der eine oder andere über unsere Absage wundert oder ärgert – wir denken, dass es die beste Entscheidung war und hoffen auf ein Corona-freies Radsportjahr 2021“, so Haslbeck.“

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