Vorstand und Ehrengäste (v. l.): Bürgermeister Franz Hofstetter, Jugendleiterin Gabi Hoijtink, Klaus Drauschke (BLSV-Vizepräsident Breitensport, Sportentwicklung und Bildung), BLSV-Kreisvorsitzender Martin Weber, Landrat Martin Bayerstorfer, Schatzmeisterin Petra Müller, stellvertretende Vorsitzende Elfriede Streinz, Michael Utzschneider (Sparkasse), Schriftführerin Helga Huber, Roland Kobus (VR-Bank), Ehrenmitglied Prof. Dr. Peter Kapustin, stellvertretender Vorsitzender Gerhard Mühlenbeck und Vorsitzender Alwin Ertl.
+
Vorstand und Ehrengäste (v. l.): Bürgermeister Franz Hofstetter, Jugendleiterin Gabi Hoijtink, Klaus Drauschke (BLSV-Vizepräsident Breitensport, Sportentwicklung und Bildung), BLSV-Kreisvorsitzender Martin Weber, Landrat Martin Bayerstorfer, Schatzmeisterin Petra Müller, stellvertretende Vorsitzende Elfriede Streinz, Michael Utzschneider (Sparkasse), Schriftführerin Helga Huber, Roland Kobus (VR-Bank), Ehrenmitglied Prof. Dr. Peter Kapustin, stellvertretender Vorsitzender Gerhard Mühlenbeck und Vorsitzender Alwin Ertl.

125 Jahre TSV Taufkirchen

Vom Raucherclub zum Vorzeigeverein

  • Markus Schwarzkugler
    VonMarkus Schwarzkugler
    schließen

Am 23. Mai 1893 gründeten Mitglieder eines Raucherclubs den TSV Taufkirchen. 125 Jahre später gibt es den Verein immer noch. Nur ist er mittlerweile ein bisserl gesundheitsbewusster, wie Vorsitzender Alwin Ertl beim Jubiläumsabend betonte.

von markus schwarzkugler

Taufkirchen – „Leider kann ich keine Gründungsmitglieder begrüßen“, sagte Alwin Ertl augenzwinkernd. Ein kleines Späßchen am Jubiläumsabend konnte sich der Vorsitzende des TSV Taufkirchen nicht verkneifen. Sein Verein feierte im Bürgersaal immerhin 125. Geburtstag. So alt ist noch kein Mensch geworden, zumindest, was die überlieferten Lebensdaten angeht. Auf 122 Jahre hat es diesen zufolge mal eine Frau gebracht – keine Taufkirchenerin wohlgemerkt, sondern eine Französin.

Was es für die Gründungsmitglieder noch unwahrscheinlicher machte, den 125. Geburtstag ihres Klubs zu erleben: Sie waren Raucher. „Am 23. Mai 1893 haben Mitglieder des 1886 gegründeten Rauch-Club-Fidelia beschlossen, ihren Verein umzubenennen, und das war die Geburtsstunde des TSV 1893 Taufkirchen/Vils“, blickte Ertl in seiner Festrede zurück. „125 Jahre ist er nun alt geworden, der TSV. Ein recht stattliches Alter, wenn man bedenkt, dass sich der Verein aus einem ehemaligen Raucherclub entwickelt hat. Damals war es halt üblich, sich in Raucherclubs zu treffen. Über die Gesundheitsgefahren war man noch nicht so richtig auf dem Laufenden“, meinte Ertl, der aber betonte: „Mittlerweile hat sich der gesamte Verein doch zu einem sehr gesundheitsbewussten Club entwickelt, in dem nun 1414 Mitglieder ihren Sport betreiben können.“

Von Anfang an war der TSV vielleicht nicht ganz gesundheitsbewusst, fleißig war er aber schon immer. Das zeigten der Bericht Ertls und eine Bildershow, die Gerti und Karl Bart in mühevoller Kleinarbeit zusammengestellt hatten. Die erste Halle wurde 1912 am Pfarrweg gebaut. 1930 folgte eine neue an der Kellerstraße. Die Halle am Pfarrweg wurde 1978 abgerissen, sie war als Feuerwehrgerätehaus genutzt worden. 1996 folgte eine zweite Halle an der Kellerstraße. „Sie ist seither vor allem bei Tanz- und Gymnastikgruppen sehr beliebt“, so Ertl.

In den Anfangsjahren des TSV seien Leichtathletik-Disziplinen wie Laufen, Springen und Werfen, aber auch Faustball und Fußball im Vordergrund gestanden. Mittlerweile gebe es auch viele Trends wie Zumba, Smovey, Balance Pads, Trimilin – und „schweißtreibende Workouts in vielen Variationen. Ständig entstehen neue Trends, denen auch wir uns anpassen, um als Sportverein für die Mitglieder oder solche, die es werden wollen, attraktiv zu bleiben“, sagte Ertl.

Der TSV-Vorsitzende stimmte auch ernstere Töne an. „Unsere Turnhallen mit Wohnung, Umkleide- und Gymnastikräumen, Geschäftsstelle sowie der Fußballplatz sind Eigentum des Vereins“, sagte Ertl. Gerade dieses Eigentum, dessen Verwaltung und die damit verbundene Verantwortung seien es, die die Vereinsführung aufwendig machten. Viel werde heutzutage über Ehrenamt geredet. „Ich habe jedoch immer mehr den Eindruck, dass in diesem Punkt in erster Linie an ehrenamtliche Tätigkeit im sozialen Bereich gedacht wird und dabei die Masse ehrenamtlich engagierter Personen in den Sportvereinen allzu leicht vergessen wird.“ Ertl bedankte sich deshalb ausdrücklich bei seinen Vorstandskollegen sowie sämtlichen Übungsleitern und versprach: „Wir wollen weiterhin gemeinsam an der Zukunft des TSV arbeiten unter dem Motto: Gemeinsam sind wir stark.“

Die nahe Zukunft im Jubiläumsjahr hat noch einiges zu bieten. Die Handballer des TSV haben heuer 40. Geburtstag und planen für den 23. Juni ein großes Fest. Am 1. Juli folgt ein Jubiläumslauf auf dem TSV-Gelände an der Kellerstraße. Bei diesem gibt es einen Zehn-Kilometer-Lauf ohne Zeitmessung sowie einen Lederhosn- und Dirndl-Lauf.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare