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Verlor gegen TSV Haunstetten verdient: der SpVgg Altenerding (Foto aus dem Heimspiel gegen TSV Niederraunau).

Lehrstunde vom Favoriten

Altenerding bei der 24:33-Niederlage gegen Haunstetten chancenlos

Die Handballer der SpVgg Altenerding verliert gegen den TSV Haunstetten deutlich.

Altenerding – Als eine Nummer zu groß erwies sich der TSV Haunstetten für die Landesliga-Handballer der SpVgg Altenerding. Am Ende mussten sie sich 24:33 (9:16) geschlagen geben, nach Aussage des Sportlichen Leiters Nadi Özdemir „ein wenig zu deutlich“.

Altenerding kam gar nicht schlecht in die Partie. Christopher Schmalz eröffnete den Reigen nach einer guten Minute zum 1:0. Der aufopferungsvoll kämpfende Lukas Donaubauer machte die nächsten beiden Tore für seine Truppe, die nach vier Minuten 3:2 vorne lag. Haunstetten gelang danach der Ausgleich, dann kassierten die Gäste aber eine Zeitstrafe. In Überzahl zeigten sich die Altenerdinger aber katastrophal. Anstatt die Angriffe in Ruhe nach Hause zu bringen, wirkten sich hektisch und verloren den Ball. Haunstetten lief einige Konter, und kurz darauf stand es 3:7 aus Sicht der Biber-Männer. Zwar hatten sie durchaus Pech mit Pfostenwürfen – beim Gast dagegen landete ein Ball vom Innenpfosten noch im Tor der SpVgg. Generell hatten die Altenerdinger aber große Probleme mit der offensiv ausgerichteten TSV-Abwehr. Kurze Zeit wurde es etwas besser, Schmalz und Donaubauer verkürzten auf 5:7. Ab dem 7:10 aber ging erst einmal wieder gar nichts. Kilian Schweinsteiger versuchte zwar alles, aber nur wenige seiner Aktionen führten zum Erfolg, und beim Stand von 8:11 verabschiedete er sich nach einem Frustfoul für zwei Minuten.

8:13 stand es wenig später, und Özdemir – er war für den verhinderten Trainer Nico Jovanovic auf der Bank – reagierte mit einer Auszeit. Die brachte aber nicht mehr viel. Weiterhin wurden vorne viele Chancen vergeben. Özdemir wechselte munter durch, brachte unter anderem Brian Torben Akodo. Als ein 9:16 auf der Anzeigetafel leuchtete, kam der Pausenpfiff.

Im zweiten Abschnitt besserte sich das Spiel der Altenerdinger keineswegs. Erneut gab es ärgerliche Ballverluste, dazu fehlte teils das Rückzugsverhalten. Beim 10:20 etwa konnte der Gästespieler völlig frei und ungehindert den chancenlosen Torhüter Marc Sennefelder bezwingen. Symptomatisch die Rufe der gegnerischen Fans nach einer weiteren Überzahlsituation Altenerdings gut 20 Minuten vor dem Ende: „Das ist ihre Stärke, jetzt haben wir ein Problem“, meinten diese ironisch. Ganz so schlimm wie in der ersten Hälfte kam es zwar nicht, immerhin „gewannen“ die Altenerdinger die Phase mit zwei Toren durch Donaubauer und Severin Henrich. Der Stand lautete danach trotzdem haushoch 23:14 aus Sicht der Hausherren. Die Entscheidung war längst gefallen.

Özdemir resümierte: „Wir haben uns teils sehr blöd angestellt. Die Spieler wussten nicht, wie sie mit der offensiven gegnerischen Deckung umgehen sollten. Das wollten wir mit viel Bewegung lösen, dies hat nicht geklappt.“ Generell sei die Niederlage gegen den Meisterschaftsfavoriten verdient gewesen: „Um gegen Haunstetten zu bestehen, da hätte schon alles passen müssen.“

SpVgg-Tore:

Lukas Donaubauer 9/2, Kilian Schweinsteiger 4, Christopher Schmalz 4, Quirin Huber 4, Severin Henrich 2, Tobias Schlecht.

Bernd Heinzinger

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