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Intensiv statt Inzell: Der Trisport-Nachwuchs trainiert heuer coronabedingt daheim.  Hier sausen Philomena Schönfelder (r.) und Lisa Paulus.

Triathlon

Das Programm der TriKids: „Die dreckigen Dreihundert“

Auch ohne Trainingscamp tobt sich der Trisport-Nachwuchs aus

Erding –Es ist das Jahreshighlight schlechthin für den Nachwuchs von Trisport Erding: das Frühjahrstrainingslager in Inzell. Ein Wochenende lang findet traditionell hier der Feinschliff für die anstehende Triathlonsaison statt. Trainiert wird von morgens bis abends, sportartspezifisch, aber auch Wandern steht auf dem Programm. Doch heuer ist alles anders.

Kein Trainingslager, nicht mal trainieren gemeinsam ist möglich. Die Coronakrise kann den Kindern vielleicht dies nehmen, nicht aber die Motivation, das Beste aus der Situation zu machen und weiter Gas zu geben.

Deshalb organisierten die Trainer Simone Blumoser und Frauke Schönfelder kurzerhand ein Trainingslager zu Hause – jeder für sich und doch irgendwie gemeinsam. „Die Kids haben sich untereinander abgesprochen, dass sie auf den vorgegebenen Strecken auch wirklich allein waren. Der Erfahrungsaustausch fand nach jeder Einheit über eine WhatsApp-Gruppe statt“, so Blumoser.

Das Programm: Von lockerem Dauerlauf über Lauf-ABC und dem mehrmaligen Erklimmen des Wartenberger Klinikbergs bis hin zu mehrstündigen Radausfahrten und Krafttraining war alles dabei. Nach der Einheit „Die dreckigen Dreihundert“, ein hochintensives Krafttraining mit dem eigenen Körpergewicht, fiel auch der ein oder andere Kraftausdruck im Online-Chat.

„Wir haben versucht, nicht nur einen Trainingsplan zu mailen, sondern unsere sechs Schüler und 15 Jugendlichen auch ein wenig anzuspornen. Jammern darf dann auch sein, nach der Einheit ist man dann umso stolzer“, so Blumoser. Sie selbst zog die Einheit ebenso durch – wer austeilen kann, muss schließlich auch einstecken können.

Zusammen schwitzen, zusammen schimpfen und zusammen erfolgreich sein – das zeichnet die Trikids normalerweise und in Coronazeiten ganz besonders aus. „Die machen das so großartig und mich damit so stolz“, schwärmt Blumoser und hat schon einen Plan B für ihre kleinen Athleten im Gepäck. Wenn sich alles gut entwickelt, soll es als Entschädigung 2020 doch noch ein Trainingslager in Inzell geben – zwar im Winter und statt Triathlon nur Biathlon.

CAROLINE CORNFINE

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