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Mit mentaler Stärke zur Europameisterschaft

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Am Ziel: Der Taufkirchener Robert Scharl (M.) hat sich im spanischen Bilbao die Superenduro-Europameisterschaft gesichert. Den Franzosen Paul Bury (l.) und den Engländer Tom Knight verwies er auf die Plätze. © Lisa Frisch

Riesenerfolg für Robert Scharl. Der Taufkirchener Motocrosser sicherte sich mit einem Erfolg im Rahmen der World Championship-Serie in Bilbao (Spanien) die Superenduro-Europameisterschaft.

Taufkirchen/Bilbao – Nach den Rennen im polnischen Krakau und in Ungarns Hauptstadt Budapest stand zum Abschluss Bilbao im Rennkalender. Scharl hatte zuvor die Plätze eins und drei eingefahren und ging mit zehn Punkten Vorsprung als Meisterschaftsführender in Spanien an den Start.

In der Bizkaia Arena wurde ein technisch anspruchsvoller Parcours mit extremen Hindernissen, wie Baumstämme, Laderreifen und Steinfelder aufgebaut. Da Scharl eine Woche zuvor die Hard Enduro Serie Germany im Freien bestritten hatte, musste die Husqvarna Rennmaschine vom Grazer Team X-Grip kurzfristig für diese Verhältnisse umgerüstet und nach Spanien transportiert werden.

Die gute Arbeit des Teams und die Topform von Scharl zeigten sich bereits in den Trainings- und Qualifikationsläufen. Dabei konnte der Taufkirchener mit der viertbesten Rundenzeit direkt in die Finalrennen einziehen.

Im ersten Finallauf erwischte er einen perfekten Start und setzte sich sofort an die Spitze, blieb aber bald in der Baumstamm-Matrix hängen und musste seinen härtesten Kontrahenten, Paul Bury aus Frankreich, ziehen lassen. In der Folge schlichen sich weitere kleine Unsicherheiten und Fehler ein, und so konnte Scharl gerade noch den zweiten Platz ins Ziel retten.

Vor dem zweiten Finallauf wurde die Anspannung so groß, dass der 27-jährige Scharl kurzzeitig die Halle verließ, um sich in aller Ruhe mental zu sammeln. Und es schien zu helfen, denn im wichtigsten Rennen seiner bisherigen Laufbahn ließ Scharl nichts mehr anbrennen. Vom Start weg Vierter, setzte er sich bereits nach drei Kurven an die Spitze und verteidigte die Führung mit über 40 Sekunden Vorsprung bis ins Ziel. Dies bedeutete einen souveränen Tagessieg und den Europameister-Titel. Zweiter wurde Bury, auf Rang drei landete Tom Knight aus England.

Der Sieg wurde aber erst einen Tag später daheim, direkt nach der Ankunft aus Spanien, mit Freunden, Familie und Rennfahrerkollegen entsprechend gefeiert.  

red

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