Einmal ohne Helm und Brille: Christian Heim steht nach guten Sprüngen in Funkkontakt mit seinen Trainern. foto: nn

Christian Heim: Premiere beim Continental-Cup

Auerbach - Christian Heim, Vorzeigespringer des SC Auerbach, macht derzeit von sich reden. Der Lohn dafür: Der 19-Jährige kommt in Engelberg (Schweiz) beim Continentalcup zum Einsatz.

Nach einer durchwachsenen Mattensaison - Heim hatte sich verstärkt auf einige Prüfungen im Polizeidienst konzentriert - steigerte er sich beim Deutschlandpokal in Hinterzarten (Plätze 15 und 17). Bereits das erste Schneetraining motivierte den jungen Sportler. Sehr gut lief es beim Deutschlandpokal in Rastbüchl auf der 74-Meter-Schanze. Hinter Felix Schoft, Georg Späth und Tobias Löffler - alles Springer mit Weltcup-Erfahrung - wurde er mit 72,5 und 75 Metern (Note 221,3) Fünfter. Aufs Stockerl fehlten Heim nur zwei Punkte. Er überzeugte mit Haltungsnoten zwischen 17,0 und 17,5.

Am zweiten Wettkampftag wurde er Siebter. Mit 72,0 und 76,5 Metern (Note 221,6) ließ er etablierte Springer wie Pascal Bodmer hinter sich. Sein ehemaliger Mannschaftskamerad Marc Ganserer wurde Zwölfter. In beiden Springen hatte sich Heim im zweiten Durchgang steigern können und mit seinen 76,5 Metern hatte er am zweiten Wettkampftag zusammen mit Sieger Felix Schoft vom SC Partenkirchen den weitesten Sprung des Wettbewerbs gestanden.

Dank dieser guten Leistung behauptete sich Heim in der Gesamtwertung des Deutschlandpokals sogar auf Platz fünf. Außerdem qualifizierte er sich für den Alpencup in Seefeld (99-Meter-Schanze). Im Alpencup starten Springer aus Österreich, Schweiz, Frankreich, Italien, Deutschland und Slowenien. 64 Athleten waren in Seefeld am Start. Am ersten Tag wurde Heim Elfter mit Sprüngen von 100 und 106 Metern (Note 237,0). Damit war er zweitbester Deutscher und bester Bayer, reihte sich nur 0,5 Punkte hinter Tobias Löffler ein. Am zweiten Tag verbesserte sich der 19-Jährige, der durch seine Athletik und seinen elegangten Sprungstil besticht, um einen Platz und wurde Zehnter (Weiten: 99/100 Meter; Note 221,5). Damit war er drittbester Deutscher und erneut bester Bayer. Bemerkenswert waren wieder Heims Nervenstärke und die Steigerung im zweiten Durchgang. Die Umstellung auf die neuen Anzüge hat er offenbar gut verkraftet.

Was den Auerbacher besonders freut und motiviert, ist die Nominierung für den Continental-Cup, der am heutigen Donnerstag und am morgigen Freitag im schweizerischen Engelberg ausgetragen wird. Das ist die zweite Liga im Skisprungzirkus.

Trotz seines Trainings- und Wettkampfstresses hat Christian Heim seinen Heimatclub nicht vergessen. So brachte er in der vergangenen Woche mehrere Paare abgelegter Sprungski und Anzüge persönlich nach Auerbach. Dies können die jungen Nachwuchsspringer des SCA gut gebrauchen, kostet eine neue Ausrüstung doch weit über 1000 Euro.

Was jetzt noch fehlt, ist der Schnee. So mussten die Verantwortlichen des SCA das zwischen den Jahren vorgesehene Nachtspringen auf der heimischen Schanze absagen. (nn)

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