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Dallinger löst EM-Ticket für Baku

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Doppelten Grund zur Freude hatte der Lengdorfer Meisterschütze Maxi Dallinger in Hannover. Zum einen löste er das Ticket für die EM in Aserbaidschan, zum anderen steht der 20-Jährige neben dem Luftgewehr nun auch mit dem Kleinkaliber ganz oben in der deutschen Rangliste.

Lengdorf – Der nächste wichtige Wettkampf stand für den Lengdorfer Schützen Maximilian Dallinger in Hannover auf dem Programm: Es ging um die Qualifikation für die Europameisterschaft. Dallinger hinterließ bereits in seiner ersten Runde einen glänzenden Eindruck. Mit 631,2 Ringen im KK-Liegend, was einem durchschnittlichen Schusswert über 10,5 gleichkommt, ließ er die nationale Konkurrenz deutlich hinter sich. Im zweiten Liegendprogramm lieferte er, bei widrigen Windbedingungen, abermals das beste Ergebnis unter den 16 Teilnehmern ab und hatte somit das Ticket für die EM in Baku sicher.

In der Disziplin KK 3x40 setzte sich der 20-Jährige nach zwei Durchgängen knapp gegen seinen Trainingspartner und Olympiateilnehmer Michael Janker durch. Zusammen mit dem Württemberger Andre Link fahren die beiden bayerischen Schützen nun zur EM nach Aserbaidschan.

Die Ergebnisse der EM-Ausscheidung bilden zugleich die Deutsche Rangliste. Und hier steht Dallinger neben dem Luftgewehr nun auch in beiden Kleinkaliberdisziplinen auf Platz eins – eine Entwicklung, von der im Jahr 2010 bei den Lengdorfer Schützen niemand zu träumen gewagt hätte. Danach gefragt, ob sich mit dem Nummer-eins-Status etwas ändern würde für ihn, antwortete er ganz knapp: „Es ist alles noch wie vorher. Jeder Wettkampf beginnt wieder bei Null, und man muss sich immer wieder neu motivieren und sein Bestes geben.“

Nur mit dieser Einstellung wird der Sportpolizist sein großes Fernziel, die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio 2020, erreichen können. Wer hätte dieses Event 2010 bei den Isentalschützen Lengdorf überhaupt für möglich gehalten, als nach Andi Schex und Florian Obermaier erst zum dritten Mal ein Vereinsmitglied einen DM-Titel errungen hatte? Dallinger stand damals als 13-jähriger ganz oben auf dem Treppchen in München und triumphierte bei den Schülern im Luftgewehr-Dreistellungskampf.

Ausgestattet mit viel Talent und bestens durch den Lengdorfer Trainer Gerhard Obermaier ausgebildet, begann für den jungen Schützen nun eine spannende Zeit. Sehr schnell wurde sein enormes Potenzial auch von den Verantwortlichen des Bayerischen und Deutschen Schützenbundes erkannt, so dass über die diversen Berufungen in den Oberbayern- und Bayernkader im Jahr 2013 die Aufnahme in den Jugendnationalkader erfolgte.

Mit seinem Sensationssieg bei der Luftgewehr-Europameisterschaft 2014 in Moskau und dem erneuten Titelgewinn in Györ 2016 etablierte sich der Lengdorfer in der nationalen sowie internationalen Schützenszene.

Seine Entscheidung, der Spitzensportgruppe der Bayerischen Polizei beizutreten brachte nochmals enormen Schwung in die Karriere. Großzügige Trainingsfreistellungen neben der polizeilichen Ausbildung ermöglichen ihm nun unter Profibedingungen, seinem Sport nachzugehen. In Baku kann Dallinger Ende Juli dann vielleicht das nächste große Ausrufezeichen setzen.  red

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