Abgehängt hatte David Gollnow (Mitte) seine Konkurrenten Jim Patrik Junker (l.) und Fabian Berger im 60-Meter-Vorlauf, fürs Finale reichte es für den Erdinger trotzdem nicht. Dafür hielt er sich mit Silber über 200 Meter schadlos. foto: kiefner

David Gollnow ist Süddeutscher Vizemeister

Erding - Mit dem Süddeutschen Vizemeistertitel über 200 Meter ist der Erdinger David Gollnow erfolgreich in die Hallensaison gestartet.

Die beiden Erdinger Mittelstreckler David Gollnow und Benedikt Wiesend, die Ende vergangenen Jahres zur LG Stadtwerke München gewechselt sind, aber immer noch Mitglied im TSV Erding sind, wurden bei den süddeutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften in Sindelfingen von Trainer Olaf Gollnow auf die kurzen Sprintstrecken über 60 und 200 Meter geschickt. Damit wollte er die Sprintqualitäten seiner beiden Schützlinge nach einem guten Wintertraining testen. Zehn Tage lang wurde Anfang Januar auch auf Teneriffa getestet, und „da waren beide schon flott unterwegs“, lobte der Coach. Nach der reduzierten Hallensaison ist das Ziel von David Gollnow und Wiesend die Europameisterschaft und die Sommer-Olympiade in London.

Eigentlich sollte für David Gollnow bei seiner Sprintzeit über 60 Meter eine Sechs vor dem Komma stehen, doch dann absolvierte er den Vorlauf in 7,0 Sekunden - in neuer persönlicher Bestzeit. Sein Vater und Trainer war zufrieden: „Das ist für einen Langsprinter sehr gut. Zudem war die halbe deutsche Nationalmannschaft der Sprinter am Start.“ Für den Finallauf, der auch nicht das Ziel war, reichten die sieben Sekunden aber nicht.

Sichtlich wohler fühlte sich David Gollnow auf der 200-Meter-Distanz. Mit 21,57 Sekunden, der Leistung aus dem Vorjahr, gewann er seinen Vorlauf und lief die insgesamt drittschnellste Zeit. Pech für den Erdinger, der in München studiert und wohnt, dass er das Finale auf der engen Innenbahn laufen musste. In 22,12 Sekunden sprintete er zum süddeutschen Vizetitel, hinter Tim Abeyie (21,37 sec.) und vor seinem Vereinskollegen Marcus Mikulla (22,34). „Mit seinen langen Schritten als Hürdensprinter war nicht mehr drin“, erklärte Olaf Gollnow. „In den engen Kurven läuft man wie gegen eine Wand.“

Eine Woche lang hatte Wiesend wegen einer Erkältung nur ein reduziertes Trainingsprogramm absolvieren können. Dennoch erzielte er über 60 Meter mit 7,05 Sekunden eine „ganz gute Zeit“, so sein Coach. Etwas enttäuscht war Wiesend, dass er über 200 Meter mit 21,93 Sekunden als Fünfter den Endlauf nur knapp verfehlte. (jok)

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