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Starke Erding Bulls: Den Landsberger Express fast gestoppt

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Mit diesem Tackle verursacht Linus Grupen, ein Erdinger Eigengewächs, einen großen Raumverlust für Landsberg.
Mit diesem Tackle verursacht Linus Grupen, ein Erdinger Eigengewächs, einen großen Raumverlust für Landsberg. © evl

Regionalliga-Primus muss sich seinen Sieg gegen Erding hart erkämpfen

Erding – Auf dem Papier sah dieses Duell wie eine klare Sache aus. Die Footballer der Erding Bulls, derzeit Regionalliga-Schlusslicht, trafen auf den Spitzenreiter, die Landsberg X-PRESS. Was die Zuschauer in Landsberg aber zu sehen bekamen, war alles andere als eine klare Nummer. Landsberg hatte alle Hände voll zu tun, um seinen 44:35-Erfolg ins Ziel zu bringen.

Auch wenn die Gastgeber schnell punkteten, hielten die Bulls dagegen und übernahmen im zweiten Quarter mit 21:14 Zählern sogar kurzzeitig die Führung. Danach musste Quarterback Terrence Shambry II wie bereits in den vergangenen Spielen verletzt vom Feld, und die Offense improvisierte. Wie stark der Kampfgeist der Erdinger war, zeigte sich daran, dass die Landsberger „nur“ 44:35 gewannen und das Spiel bis weit ins vierte Viertel sogar noch offen war.

Nach dem Kick-Off starteten die Gastgeber an der eigenen 35-Yard-Linie, aber es dauerte nur wenige Sekunden, und schon verwandelten sie einen perfekten Pass zum ersten Touchdown, und mit dem PAT stand es 7:0. Die Erdinger Offense benötigte einige Spielzüge mehr, aber schließlich schien ein Pass auf Philipp Steigele, der ihn in der Endzone fing, den erhofften Erfolg zu bringen. Allerdings machte zunächst ein Foul den Spielzug ungültig. Doch der nächste Pass auf Alexander Rott brachte die verdienten Punkte.

Landsberg legte gleich mit einem weiteren Touchdown wieder vor, und Erding marschierte erneut über das Feld und legte mit einem Touchdown-Lauf von Shambry nach. Mit den PATs zeigte die Tafel jetzt 14:14. Dann konnte Linus Grupen den gegnerischen Ballträger weit im Backfield tackeln, und dank eines geblockten Punts kamen die Bulls knapp 20 Yards vor der Endzone in Ballbesitz. Bei nur noch wenigen fehlenden Zentimetern nutzte Adam Coronado wieder die Offense-Line und flog dahinter aufsteigend zum Tochdown. Aber X-PRESS glich postwendend aus und kamen kurz vor der Halbzeitpause mit einem weiteren Touchdown zur 27:21-Führung.

Zu diesem Zeitpunkt mussten die Bulls bereits auf Shambry verzichten. Auch nach der Pause konnte er nicht wieder aufs Feld, so dass die Offense ohne „richtigen“ Quarterback spielen musste. Damit kam nur noch das Runplay in Frage. Die Landsberger brachten ihre Offense weiter übers Feld und punkteten erneut. Doch die Bulls ließen in ihrem Elan nicht nach. Adam Coronado, Maximilian Stacke und Evidanio Quinones III trugen den Ball weit nach vorne. Kilian Mayer lief die letzten zehn Yards in die Touchdown-Zone und brachte die Erdinger auf 27:34 heran. Die Bulls-Defense konnte die Gastgeber anschließend bei einem Fieldgoal halten, so dass der Punktestand nun 37:27 lautete.

Wieder liefen die Bulls Yard für Yard Richtung Endzone, und wieder war es Kilian Mayer, der die nächsten sechs Punkte holte. Diesmal schaffte Adam Coronado eine 2-Point-Conversion zum 35:37. Der Versuch eines Onside-Kicks ging dann völlig daneben, da ein Landsberger den Ball eroberte und gleich zum Touchdown lief. Mit dem PAT zeigte die Tafel Sekunden vor Schluss 44:35.

So viel Widerstand der nicht optimal besetzten Erdinger nötigte den Landsberger Fans Respekt ab. Die Erdinger sind bisher vom Pech verfolgt, aber Head Coach Timm Fiege motivierte seine Spieler, nicht aufzugeben. Am Sonntag empfängt Erding die Nürnberg Rams. (evl)

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