Die Schach-Strategen und ihre Förderer (sitzend, v. l.): Denis Geist, Michael Vintan, Stelio Russakis und Bruno Di Renzo sowie (stehend, v. l.) Betreuerin Elena Geist, Andreas Folger, Wolfgang Lanzinger und Schulleiterin Andrea Hafner. Auf dem Bild fehlen die Schachtrainer Rupert Prediger und Uwe Rehfeld. 

Denis Geist holt mit dem Team vom Gymnasium Dorfen Bronze bei der Bayerischen

„Schach hilft auch in der Schule“

Sie haben mal wieder abgeräumt: Die Schüler des Gymnasiums Dorfen gewannen bei der bayerischen Schulschachmeisterschaft in Aschaffenburg Bronze.

Dorfen– Denis Geist, Stelio Russakis, Andreas Folger, Bruno Di Renzo und Michael Vintan setzten sich dabei gegen 71 andere Mannschaften durch. Die Fünft- und Sechstklässler schwärmen von der einzigartige Atmosphäre, die unter den300 Schülern und Betreuern im Friedrich-Dessauer-Gymnasium herrschte.

Schon die Qualifikation für dieses bayerische Finale war ein Erfolg. Die junge Dorfener Mannschaft hatte sich in der Altersklasse WK 4 (unter 13 Jahre) über Kreis- und Bezirksmeisterschaften bis nach Aschaffenburg gekämpft, wo die Strategen nun über den 150 Brettern saßen und über die beste Eröffnungsvariante grübelten.

Nach einem verhaltenen Anfang legte die Dorfener Mannschaft eine tolle Siegesserie hin. Als einziges Team schafften die Dorfener gegen den späteren Turniersieger, das gastgebende Friedrich-Dessauer-Gymnasium, ein Unentschieden.

Auf Pokal und Urkunde für Platz drei waren nicht nur die Buben stolz, sondern auch Wolfgang Lanzinger von der Schulleitung, der dem erfolgreichen Schachquintett als kleine Anerkennung einen Kinogutschein überreichte.

Wir sprachen mit Denis Geist über seinen Lieblingssport.

Warum spielst du Schach?

Schach ist ein Denksport, und das macht mir viel Spaß. Wir sind auch ein gutes Team und verstehen uns untereinander gut. Außerdem sind die Turniere und Ausflüge spannend. Schach ist aber nicht mein einziger Sport; ich spiele auch Volleyball.

Wer hat dir Schach beigebracht und wie lange spielst du schon?

Mein Vater. Ich war damals sechs Jahre. Mein jüngerer Bruder spielt auch gut Schach, der hat schon mit vier begonnen.

Was sagen deine Freunde zu deinem Hobby?

Manche finden es eher langweilig, andere aber auch richtig cool. Aber einige meiner Freunde spielen ja auch selbst Schach.

Was bringt dir das Schachspielen im Alltag?

Es hilft mir vor allem auch in der Schule, weil Schach das beste Konzentrationstraining ist. Es trainiert auch mein Gedächtnis. Und es ist eben ein Hobby, das mir viel Freude macht und Freude bringt.

Ist Schachspielen eher ein Buben-Sport, oder können sich auch Mädchen dafür begeistern?

Tatsächlich spielen nur wenige Mädchen Schach. Eigentlich ist das schade, denn Mädchen könnten an sich genauso gut Schach. In den Vereinen spielen sie auch mit Jungs zusammen im Team. Bei Turnieren bekommen Mädchen aber oft eigene Pokale, als Extra-Anreiz.

Welchen Tipp würdest du Anfängern geben?

Gebt nicht gleich auf, wenn ihr gegen bessere Spieler verliert. Lasst euch von diesen auch Tipps geben. Und übt fleißig!

Würdest du gerne professionell Schachspielen?

Eigentlich nicht. Dazu müsste ich 30 bis 40 Stunden pro Woche trainieren. Dann hätte ich überhaupt keine Freizeit mehr, und auch die Schule würde darunter leiden. Schach soll mein Hobby bleiben.

Und wie siehst du dann deine Zukunft in diesem Sport?

Durch mein regelmäßiges Training beim Post SV Dorfen hab ich mich in letzter Zeit ständig verbessern können. Dadurch konnte ich schon die DWZ (Deutsche Wertungszahl; d. Red.)1500 erreichen. Vor kurzem haben wir auch in meinem Wohnort Isen eine Schachgruppe gegründet, die mein Papa Vladimir Geist leitet und in der ich auch aktiv bin. Das ist sehr gut angelaufen.

Was ist dein größter Wunsch im Schach?

Noch lang dabeibleiben, Freude haben und die DWZ 2000 erreichen.

Gegen wen würdest du gerne spielen?

Gegen meine Trainer (Stefan Mooser, Rupert Prediger; d. Red.); vielleicht auch mal gegen einen Großmeister.

Hätte deine Schulleiterin Frau Hafner eine Chance gegen dich?

Wenn sie nicht regelmäßig spielt, wohl kaum.

CELINA ECKERT
UND DIETER PRIGLMEIR

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