Im Ziel: Die Dorfener sind virtuell in Tokio angekommen. 
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Im Ziel: Die Dorfener sind virtuell in Tokio angekommen. 

Fitness

Dorfens langer Endspurt nach Tokio

Dorfener Leichtathleten beenden Lockdown-Challenge mit einem Neun-Stunden-Rennen

Dorfen – Nach 75 Tagen hat der Leichathletik-Nachwuchs des TSV Dorfen sein Ziel erreicht: die Olympiastadt Tokio. Zum großen Finale der Lockdown-Challenge „Wir laufen nach Tokio“ überlegten sich die Trainerinnen Gesine Hintz und Angela Kurz, die am 6. Januar die Aktion gestartet hatten, noch etwas Besonderes: Die letzten 300 der insgesamt 12 399 Kilometer langen Strecke von Dorfen nach Tokio sollten die Teilnehmer am Gründonnerstag durchgehend von 8 bis 17 Uhr auf der Laufbahn am Schulzentrum absolvieren.

Im Halbstundentakt wechselten sich die Teams, in denen jeweils zwei Freunde oder Familien gleichzeitig laufen durften, ab. Um 16 Uhr trafen zum Endspurt die Mädchen und Buben der Wettkampf-Gruppe auf der 333-Meter-Bahn ein. Doch weil der Weg zu den Olympischen Spielen eine anstrengende Angelegenheit ist, bauten Kurz und Hintz auf der Laufbahn einige Extra-Übungen ein: Reifen-Skipping, Koordinations-Leiter, Bananenkisten und Hürden trainierten nicht nur Koordination und Schnelligkeit der jungen Athleten, sondern sorgten auch für Abwechslung und noch mehr Spaß beim Kilometersammeln.

Ohne Fackel, dafür mit brennenden Wunderkerzen und einem Handtuch als Belohnung, erwarteten die Trainerinnen die eifrigen Läufer um kurz vor 17 Uhr im Ziel. Genau hier, am Sportplatz an der Grundschule Dorfen Nord, waren sie an Dreikönig gestartet, liefen nach Tschechien, Polen und Belarus und durchquerten viele Wochen lang Russland, ehe sie Japan erreichten. Rund 35 Familien aus dem Stadtgebiet Dorfen brachten Hintz und Kurz mit ihrer Lockdown-Challenge dazu, sich regelmäßig an der frischen Luft zu bewegen. „Das war eine tolle Aktion und hat uns über lange Zeit Spaß gemacht und motiviert“, sagte Andrea Spranger nach dem Zieleinlauf. Und Silke Schindler fügte etwas wehmütig hinzu: „Jetzt wird uns direkt was fehlen.“  
BEATE SPINDLER

Auf dem Weg nach Tokio durchquerten die Dorfener Leichtathleten sechs Länder und passierten im Endspurt beim Reifen-Skipping die „Olympischen Ringe“. 

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