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DM-Bronze für Erdings Squasher

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Bronze für Erding holten (v. l.) Khaled Nasser, Klaus Hora, John Thornton, Mike Groß und Robert Stelzl. Foto: (herold)
Bronze für Erding holten (v. l.) Khaled Nasser, Klaus Hora, John Thornton, Mike Groß und Robert Stelzl. Foto: (herold)

Erding - Mit der Bronzemedaille fahren die Erdinger Squash-Senioren von den deutschen Meisterschaften zurück. Und mit einem Sack voller Erlebnisse während der packenden Partien.

Seinen Titel konnte der SRC Erding zwar nicht verteidigen. Es gab aber viele Gründe, stolz auf die Bronzemedaille zu sein, die die Squash-Senioren bei der deutschen Vereinsmeisterschaft in Krefeld holten. Und zudem kündigte das Team unter großem Applaus noch bei der Siegerehrung den erneuten Angriff auf den Titel im Jahr 2015 an.

Erding musste den kurzfristigen Ausfall beider Siegspieler Ian Cox und Wolfgang Rothbacher verkraften. Aber auch ohne echte Nummer 1 starteten die Herzogstädter in der Vorrunde gegen die Squash-Pointers Gießen und Squash-Frösche Marburg mit zwei klaren Erfolgen.

Im letzten Match des ersten Tages stellte sich der Gastgeber Turnhalle Niederrhein/Krefeld zum Duell um den Gruppensieg. Das Heimteam hatte mit Lorant Muth auf der Spitzenposition aufgerüstet, aber Robert Stelzl zog dem Ungarn mit seinem hochvariablen Spiel den Zahn (3:1). Dagegen fand jedoch Khaled Nasser gegen die körperbetonte Spielweise seines Gegenübers Andy Hoff kein Mittel und verlor ohne Satzgewinn. Mike Groß hatte anschließend mit Ralf Schubert einen Gegner mit ähnlich gutem Laufvermögen vor der Brust. Entsprechend eng umkämpft waren alle Sätze. Letztlich gewann der Berglerner 3:2. Teamleader John Thornton lieferte sich mit dem frenetisch angefeuerten Michael Mühlbacher einen Kampf auf Biegen und Brechen. Nach hochklassigem Spiel und 70 Minuten hatte der Lokalmatador das Glück auf seiner Seite und schickte mit dem Gruppensieg den SRC ins Halbfinale gegen den Top-Favoriten SC Bochum, der mit Lucas Buit die ehemalige Numnmer 11 der Weltrangliste aufbot.

Die langjährige Freundschaft zwischen den beiden Clubs half den Semptstädtern, über die erwartet glatte Niederlage hinwegzukommen und die Überlegenheit des späteren Meisters neidlos anzuerkennen. Schlimmer wog die Verletzung Thorntons, der zum Spiel um Platz drei gegen den ST Aplerbeck nicht mehr antreten konnte. Aber dies glichen seine Mitstreiter mit Teamgeist aus. So knüpfte Klaus Hora an seine starken Leistungen vom Vortag nahtlos an, grätschte in jede Ecke und belohnte sich und sein Team mit einem 3:0-Auftaktsieg. Auch Nasser ging an seine Grenzen. Er verlor zwar, holte aber zwei wertvolle Sätze für die Gesamtabrechnung. Groß musste anschließend die einseitig verteilten Sympathien der Fangemeinde ausblenden, als die British-Open-Siegerin Simone Korell den Court betrat. Die in ihrer Altersklasse aktuelle Weltmeisterin verlangte dem Erdinger durch ihre hervorragende Technik und taktischem Spielverständnis alles ab. Groß sah man seine Erleichterung nach seinem 3:1-Sieg an. Der Höhepunkt des Turniertages blieb jedoch Stelzl und seinem Gegner Ralf Ibele vorbehalten. Beide Spieler waren bereits vor Beginn dieser letzten Begegnung am Rande ihrer Kräfte angelangt. Trotzdem pressten beide im Gleichschritt weiter tolle Ballwechsel aufs Karrè und kratzten in Serie halbtote Bälle aus den Nicks. Beim Stand von 10:6 im fünften Satz fehlte Ibele nur noch ein Punkt, aber Stelzl rettete sich in den Tie-Break und gewann schließlich nach fast 80 Minuten Spielzeit 12:10. Damit war dem Team Bronze sicher.

In der Ü 50-Klasse lief es für Manfred Berndt, Rainer Stich, Günter Drees und Clubchef Klaus Herold mit Platz fünf unter insgesamt acht Teams weniger gut. Aber auch die SRC-Oldies versprachen fürs nächste Jahr, im Kampf um die Meisterschaft ein gewichtigeres Wörtchen mitzureden.

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