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Zuzana Smolkova war als Jugendliche ein großes Eiskunstlauf-Talent, bis sie aufgrund eines Knieschadens verletzungsbedingt ihre Karriere beenden musste. Jetzt ist sie als Kampfrichterin im Einsatz.

Den Spaß am Sport nie verloren

Suzana Smolkova: Von der Eisprinzessin zur Kampfrichterin

Zuzana Smolkova ist eine aufstrebende 23-Jährige, die mit beiden Beinen fest im Leben steht. Aber sie hat trotz ihres jungen Alters schon sehr viel erlebt.

Dorfen – Zuzana Smolkova ist eine aufstrebende 23-Jährige, die mit beiden Beinen fest im Leben steht. Aber sie hat trotz ihres jungen Alters schon sehr viel erlebt – vor allem im sportlichen Bereich. Viele kennen die hübsche Blondine aus Dorfen. Der eine oder andere hat sich schon im Dorfener „Fit & Fun“-Studio von ihr beraten lassen oder ist ihr in der neuen Eventlocation, im Tonwerk, über den Weg gelaufen, wo sie für die Buchhaltung arbeitet. „Hauptberuflich“ studiert sie auf Lehramt. Ihre große Liebe aber ist der Eiskunstlauf, früher als aktive Athletin, jetzt als Kampfrichterin.

Die 23-Jährige Smolkova ist eine waschechte Dorfenerin. Sie ist hier aufgewachsen und fest mit der Isenstadt verwurzelt. Was sie wohl am meisten geprägt hat, ist ihre Karriere als Eiskunstläuferin. Mit drei Jahren stand sie zum ersten Mal auf dem Eis. Zum Eissport kam sie durch ihren Vater Jan Smolko. Mit dem Profi-Eishockeyspieler, der über 153 Länderspiele für die Slowakei absolviert und mehr als 120 Mal das Trikot des ESC Dorfen getragen hat, war sie oft in der Eishalle und hat dort immer die Eisprinzessinnen beim Training beobachtet, bevor die Eishockeyspieler aufs Eis gingen. Für Zuzana war schnell klar, dass sie das auch einmal machen möchte. Und so fing sie beim ESC Dorfen, wie viele andere junge Mädchen auch, mit einem Kurs in der Abteilung Eiskunstlauf an.

Stadtpokalsieg nach komplizierter Verletzung

Ihre ersten Wettbewerbserfahrungen durfte Smolkova gleich mit vier Jahren beim ersten Dorfener Stadtpokal sammeln, bei dem sie beim Hindernislauf an den Start ging. „Da hab’ ich mich erst einmal hinten angereiht“, erzählt sie lächelnd. Doch im Jahr darauf räumte sie in ihrer Kategorie gleich richtig ab. Schnell war klar: Zuzana hat Talent, und die Erfolge wurden immer mehr. Neben vielen Stockerlplätzen bei diversen Wettkämpfen war für sie aber ihr persönlich größter Erfolg, als sie nur drei Monate nach einer komplizierten Fraktur den Stadtpokal gewann. „Wieder zurückzukommen und den Rückstand aufzuholen“, das sei der größte Erfolg gewesen – aber selbstverständlich auch die Qualifikation für die deutschen Meisterschaften.

Dann kam jedoch eine Knieverletzung, die Smolkova nicht mehr in den aktiven Sport zurückkehren ließ. Und auch wenn sie sich dann entschied, dem Eiskunstlauf erst einmal den Rücken zu kehren, war für die junge Frau klar: „Ein Leben ohne Eiskunstlauf geht nicht.“

Preisrichter, Nebenjob, Studium

Nach einer längeren Pause entschied sie sich dafür, den Sport in Dorfen als Übungsleiterin zu unterstützen und begann mit ihrer Ausbildung als Preisrichterin. Ein nicht ganz einfacher Weg, bei dem sie sich immer auf die großartige Unterstützung ihrer gesamten Familie verlassen konnte. Nach ihrer Ausbildung zum DATA und Replay Operator nahm Smolkova noch an einem Lehrgang zur Technischen Spezialistin und später an einer Ausbildung zum Technischen Kontrolleur teil. Mittlerweile ist die 23-Jährige nationale Preisrichterin, und ihre Tätigkeit führte sie bereits – neben etlichen nationalen Wettkämpfen – auch in die Schweiz und nach Belgien.

Neben den offiziellen Voraussetzungen musste die Dorfenerin hierfür vor allem auch persönliche Voraussetzungen mitbringen, über die sie aber allemal verfügt. Als ehrgeizige Sportlerin hat sie einen straffen Zeitplan und ein hervorragendes Zeitmanagement, in dem sie problemlos ihre Tätigkeit als Preisrichterin, ihren Nebenjob und ihr Lehramtsstudium unter einen Hut bringt.

Eine erfolgreiche junge Frau also, die sich auch durch Rückschläge nicht aus der Bahn hat werfen lassen und sich stattdessen mit einer positiven Grundeinstellung immer neuen Herausforderungen gestellt hat, auch wenn das nicht immer einfach war. Ihren jungen Nachfolgerinnen auf dem Eis möchte sie gerne vermitteln, dass man nicht aufgeben und vor allem „nie den Spaß am Sport verlieren“ soll.

Nadine Mutlitz

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