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Den Champions aus Hohenpolding widmeten die Gastgeber diese Collage. Auf dem Bild (v. l.): Julia Lechner sowie Conny und Katharina Bachmaier.

Taekwondo-Weltmeisterschaften der WOMAa

Drei Titel fürs Holzland

An Dublin werden die drei Hohenpoldinger Kämpferinnen noch lange zurückdenken: Nicht nur wegen der drei Goldmedaillen, die sie dort gewonnen haben.

Dublin/Hohenpolding Weltmeisterschaften sind für das kleine Taekwon-Do-Team des FC Hohenpolding nichts Außergewöhnliches. „Doch diesmal haben wir zum ersten Mal Festland verlassen“, erzählt Conny Bachmaier. Und die Reise nach Irland hat sich für die Taekwon-Do-Kämpferinnen des FC Hohenpolding gelohnt. Sie kehrten mit drei Goldmedaillen zurück.

Dank ihrer Erfolge bei den ober- und niederbayerischen, der Landesmeisterschaft sowie den Titeln bei der International German Championship in Grafenau (wir berichteten) hatten sich Conny und Katharina Bachmaier sowie Julia Lechner für die Weltmeisterschaften der World Organization of Martial Arts Athletes (WOMAA) qualifiziert. Nun traten sie im größten Kongress- und Sportzentrum Dublins mit 750 Teilnehmern aus 13 Nationen zu den Titelkämpfen an.

„Es war gefühlt wie in einem kleinen Olympischen Dorf“, erzählt Conny Bachmaier begeistert. Während des Wettbewerbs sei man Konkurrent, „aber man läuft sich auch so oft über den Weg und knüpft Kontakte“. Die Hohenpoldingerin erzählt von Mitgliedern einer slowakischen Kampfschule, mit denen sie Freundschaft geschlossen habe. Mit US-amerikanischen Athleten habe sie geplaudert und Tipps ausgetauscht und über einen eventuellen Besuch laut nachgedacht. Letztlich seien die fünf Tage wie im Flug vorübergegangen.

An drei Tagen war ohnehin Wettkampf angesagt, und da schlugen sich die Hohenpoldinger prächtig. Das Trio hatte sich stets gegen acht bis zehn Teilnehmer durchzusetzen. Und das taten sie auch. Schwarzgurt-Trägerin Conny Bachmaier errang in der Performance der 13. Form im klassischen koreanischen Stil mit einer Bewertung von 9,9 Punkten die erste Goldmedaille für den FCH. Alle fünf Kampfrichter hatten die 9,9 gezogen. Zum Verständnis: Die Zehn, also die Höchstwertung, wird im Taekwondo nahezu nie vergeben.

Ihre Tochter Katharina holte dann in ihren Wettbewerben der Altersklasse 18 bis 35 Jahre Gold Nummer zwei. Es war eine schnelle und eindeutige Entscheidung, denn die Konkurrenz waren der 23-Jährigen hoffnungslos unterlegen. Alle Kampfrichter sahen sie ganz klar vorne. Zugleich qualifizierte sich Katharina Bachmaier damit für die Auswahl des Grand Champion im Formenlauf.

Ihre Mutter durfte sich aufgrund der Aufteilung der Schwarzgurt-Klassen noch ein zweites Mal der Konkurrenz stellen – diesmal in der Seniorenklasse. Sie entschied sich für die gleiche Kür wie im ersten Wettkampf. Die Wertung diesmal: viermal die 9,9, einmal die 9,8 – das bedeutete das zweite Gold für die Hohenpoldingerinnen.

Schließlich standen sich Mutter und Tochter, durch ihre jeweiligen ersten Plätze qualifiziert, im Kampf um den Einzug in das Grand-Champion-Finale der WOMAA World Games 2017 gegenüber. „Das ist die ganz große Nummer, das Highlight der Wettkampftage“, schwärmt Conny Bachmaier und freut sich, dass ihre Tochter gemeinsam mit den Favoritinnen des US-amerikanischen Teams das Finale erreichte und den Wettbewerb mit Platz drei abschloss.

Auch die jüngste Hohenpoldingerin, Julia Lechner, bestach mit ihrem Können und schaffte hervorragende Wertungen von bis zu 9,8 Punkten. Für die 14-Jährige bedeutete das Platz vier.

Mit den sportlichen Erfolgen und vielen Eindrücken kehrten die Hohenpoldingerinnen zurück ins Holzland. Der Trip nach Irland sei nur durch die Unterstützung der Forster Bau GmbH, der Niedermaier Haustechnik GmbH, der Gemeinde Hohenpolding sowie der Sparkasse Taufkirchen-Dorfen, der Gusto AG, der Schreinerei Brandlmeier, der Zimmerei Stuckenberger, der Druckerei TBH, der Vitalis Apotheke aus Taufkirchen, des Gasthauses Brenninger sowie des Gasthauses Strasser möglich gewesen, sagt Conny Bachmaier, die sich schon auf die nächste WM freut. „Man munkelt, die könnte in Mexiko sein“, erzählt die Doppel-Weltmeisterin und fügt hinzu: „Wir würden schon gern unsere Titel verteidigen.“

Von Monika Kronseder und Dieter Priglmeir

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