+
Lukas Kohlmüller und die Olympia- und Paralympics-Maskottchen.

Lukas Kohlmüller bei Olympia

Ein Assist für den Erdinger Assistenten

  • schließen

Lukas Kohlmüller hat ein tolles Olympia-Turnier bestritten - als Eishockey-Linesman.

Pjeongchang– Lukas Kohlmüller hat ein blitzsauberes Olympia-Turnier abgeliefert. Jetzt gelangte der 23-jährige zu einer gewissen Internet-Berühmtheit, weil er quasi einen Scorerpunkt für die Olympischen Athleten aus Russland (OAR) im Viertelfinale gegen Norwegen bekommen hat. Er war von einem russischen Spieler angeschossen wurden. Den Abpraller schnappte sich Michail Grigorenko und traf zum 1:0. Letztlich siegte der Favorit 6:1.

Das tut freilich den tollen Leistungen des Studenten keinen Abbruch. Nach dem Auftaktspiel zwischen USA und Slowenien durfte er noch die Partien der OAR gegen Slowenien und Norwegen pfeifen. Besonders beeindruckte ihn aber das Spiel zwischen Schweden und Finnland. „Das hatte ein unglaubliches Niveau und war sehr, sehr schnell. Es hat riesigen Spaß gemacht. Es war definitiv eins der besten Spiele, das ich bisher in meiner Laufbahn hatte – wenn nicht das beste.“

Den freien Tag zwischen dem Skandinavien-Duell und dem Viertelfinale hatte Kohlmüller genutzt, um mit dem Zug nach Seoul zu fahren, „um mir die Stadt ein bisschen anzuschauen und etwas anderes zu sehen. Es war sehr interessant. Am Abend hab ich dann live im Stadion den Auftritt der deutschen Mannschaft gegen die Schweiz im Achtelfinale verfolgt.“

Überhaupt habe er zahlreiche Eishockeyspiele gesehen – unter anderem alle Spiele der DEB-Auswahl. Nach dem sensationellen Sieg Deutschlands gegen Schweden und dem Einzug ins Halbfinale geht Kohlmüller davon aus, dass er nicht mehr als Linesman zum Einsatz kommt. „Das ist aber auch okay. Für den Erfolg des Landes stecke ich gerne zurück“, meint der Erdinger, der auch einige Curling-Spiele im Stadion verfolgt hat.

Außerhalb der Wettkämpfe habe er zu den olympischen Athleten keinen Kontakt, „da ich in einem Hotel untergebracht bin und die Spieler im olympischen Dorf wohnen“. Dennoch: Kohlmüller genießt die Zeit in Südkorea. „Das Leben hier ist interessant, da es zum einen hochmodern ist, andererseits aber auch wieder relativ altmodisch und traditionell“, erzählt er. Auch Petrus spielt offenbar mit: „Es ist jeden Tag eigentlich schönes Wetter, allerdings ist es nach wie vor relativ kalt, besonders wenn der Wind geht.“ Wenn er aber am heutigen Freitag zittert, hat das nichts mit dem Wetter zu tun. Er wird mit Felix Schütz und der DEB-Auswahl mitfiebern, die um 13.10 Uhr gegen Kanada um den Einzug ins Finale kämpft. dieter priglmeir

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Altenerding verpasst die vorzeitige Rettung
Nur mit einem Sieg gegen den ASV Dachau hätten sich die Handballmänner der SpVgg Altenerding das Endspiel gegen die Abstiegsrelegation am kommenden Wochenende gegen HT …
Altenerding verpasst die vorzeitige Rettung
Der FC Erding ist abgestiegen
Aus und vorbei: Der Abstieg des FC Erding aus der Bezirksliga Nord ist jetzt amtlich. Die Truppe von Spielertrainer Fabian Aupperle unterlag am Karsamstag mit 0:2 (0:1) …
Der FC Erding ist abgestiegen
Finsing ist 2019 weiter sieglos
Die Krise beim FC Finsing hält an. Auch im sechsten Anlauf blieben die Rot-Weißen in diesem Jahr in der Bezirksliga Nord ohne Dreier. Beim 1:4 (0:2) beim TSV Eching war …
Finsing ist 2019 weiter sieglos
4:0 in Waldkraiburg: Der Dorfener Lauf geht weiter
Die Fußballer des TSV Dorfen haben den vierten Dreier hintereinander eingefahren. Beim Tabellenzehnten VfL Waldkraiburg landeten sie einen 4:0 (1:0)-Kantersieg. Mit …
4:0 in Waldkraiburg: Der Dorfener Lauf geht weiter

Kommentare