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Ninja Warriors aus Finsing und Neuching lassen sich nicht stoppen

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Vor den schwingenden Balken hatte André Löschner (Bild l.) Respekt, weil sie viel Gleichgewicht verlangen. Er scheiterte aber erst an der fünften Station.
Vor den schwingenden Balken hatte André Löschner (Bild l.) Respekt, weil sie viel Gleichgewicht verlangen. Er scheiterte aber erst an der fünften Station. © RTL

André Löschner und Katharina Kuhn wollen sich nach frühem Aus nochmal bewerben.

Erding/Köln – Der Landkreis Erding war in der sechsten Vorrunde von „Ninja Warrior Germany“ stark vertreten. Gleich drei Einheimische wollten den diesjährigen Hindernisparcours der RTL-Sendung bezwingen. Neben André Löschner (28) aus Finsing und Katharina Kuhn (24) aus Neuching zählte auch der Erdinger Profiboxer Uwel „Hector“ Hernandez (29) zu den Athleten. Alle drei schaffen jedoch nicht den Sprung ins Halbfinale.

Löschner hatte sich bereits zum vierten Mal als Kandidat beworben. Diesmal erhielt der 28-Jährige eine Einladung zu den TV-Aufzeichnungen nach Köln. Dorthin reiste der Finsinger jedoch nicht alleine. Seine gute Freundin Katharina Kuhn, mit der er gerne zum Bouldern und Klettern geht, bekam ebenfalls Post von RTL. Die Raumausstatterin hatte erstmals ein Vorstellungsvideo eingereicht (wir berichteten). Was beide nicht wussten: Bei den TV-Aufzeichnungen Anfang Juli war noch ein dritter Landkreis-Vertreter unter den 40 Teilnehmern: Supermittelgewicht-Boxer Hernandez.

Der 29-Jährige, der am vergangenen Samstag WBF-Weltmeister wurde, erinnert sich, dass es zur Bewerbung „spontan unter Freunden“ kam. „Wir saßen zusammen und haben gesagt: Wir bewerben uns. Und dann ging alles ganz schnell.“

Wie es den drei Sportlern im Juli erging, konnte ganz Deutschland vergangenen Freitag im Fernsehen verfolgen. Der Hindernisparcours war wie gewohnt mit unterschiedlichsten, teils tückischen Stationen gestaltet. Das traditionell letzte Hindernis war eine steile Wand, an deren Spitze sich der zeitstoppende Buzzer befand.

Löschner und Kuhn wurden in der TV-Ausstrahlung nur im Schnelldurchlauf gezeigt. Der Finsinger schaffte es bis zum vorletzten Hindernis-Wasserbecken, konnte sich allerdings beim Wechsel zur letzten Sprungfeder-Stange nicht mehr richtig festhalten.

„Ein guter Auftritt, reicht aber nicht“, urteilte Kult-Moderator Frank Buschmann. Löschner selbst war, als er ins Wasser eintauchte, „sehr erschrocken, weil es so schnell ging. Und dann war ich natürlich enttäuscht, weil ich eigentlich noch viel mehr kann, aber ich war halt einfach so nervös und deswegen wohl auch etwas hektisch“, meinte der Landschaftsgärtner. „Aber aus diesen Fehlern lernt man.“ Die Station Himmelsleiter, die er in seinem Garten eigens nachgebaut und eifrig geübt hatte, hat Löschner knapp verpasst.

 Die Ringrutsche wurde Katharina Kuhn (Bild oben) zum Verhängnis. An der vierten Hindernis-Station konnte sich die 24-Jährige nicht mehr halten.
Die Ringrutsche wurde Katharina Kuhn (Bild oben) zum Verhängnis. An der vierten Hindernis-Station konnte sich die 24-Jährige nicht mehr halten. © RTL

Bei den Aufzeichnungen ging Kuhn direkt nach Löschner an den Start. „Dass dieses Hindernis tückisch ist, haben schon die letzten Wochen gezeigt“, sagte Moderatorin Laura Wontorra eingangs noch zur Station Tunnelsprung und Ringrutsche. Dies kann die Neuchingerin nun bestätigen. Kuhn ließ den Ring zu früh los, fiel ins Wasser und schied somit aus. „Das hätte nicht passieren dürfen“, sagt die 24-Jährige, die sich in diesem Moment sehr über sich selbst ärgerte. „Aber ich war ja kurz vor meinen Meisterprüfungen und deswegen wohl nicht voll konzentriert.“

Hernandez wurde vor seinem Parcourslauf sogar mit einem Film vorgestellt, in dem der gebürtige Kubaner unter anderem über seine Familie und seinen Job als Berufsboxer sprach.

Auch auf das Moderatoren-Duo machte der 29-Jährige Eindruck. „Das ist schon ein Brocken, der Typ“, sagte Jan Köppen. Buschmann bezeichnete den Boxer als „Model-Athleten“, der „vielleicht fast schon etwas zu schwer“ sei für den Parcours. Als Hernandez tatsächlich schon am zweiten Hindernis ausschied, weil er sich beim zweiten der drei Ringe nur mit einer Hand festhielt, rätselte Buschmann: „Warum?“

Der Profiboxer selbst ist dennoch sehr dankbar, dass er bei Ninja Warrior teilnehmen konnte. „Auch wenn ich gleich ausgeschieden bin, war es doch eine coole Erfahrung.“ Hernandez hat großen Respekt vor den anderen Teilnehmern. „Wenn du da bestehen willst, musst du ein Profi sein. Da sind Extremkletterer dabei – das sind echt brutale Athleten.“

Besonders respekteinflößend sei die steile Wand am Ende des Parcours. „Die schaut im Fernsehen gar nicht so extrem aus, aber wenn du da davor stehst – das ist echt brutal“, sagt der Erdinger.

Auch Kuhn und Löschner sind sehr glücklich über diese Erfahrung. „So etwas gibt wieder einen Kick, noch etwas mehr an sich zu arbeiten, und dass man vielleicht noch etwas gegen die Nervosität finden muss“, sagt Löschner. Beide wollen sich für die Vorrunde 2022 erneut bewerben. „Wir hoffen sehr, dass wir nochmal eine Chance bekommen“, erklärt Kuhn. Löschners Motivation dabei: „Der Buzzer ist mein großes Ziel.“

VON MARKUS OSTERMAIER

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