Redakionsleiter Hans Moritz (l.) sowie Bernd Ernemann (Chef der MM-Außenredaktionen) und Sportredakteur Dieter Priglmeir (v. r.) gratulieren den Gewinnern (ab 2. v. l.) Maxi Dallinger, Daniel Krzizok, Marco Deubler, Mathias Jeske, Lars Bernhardt und Amelie Zachenhuber.
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Redakionsleiter Hans Moritz (l.) sowie Bernd Ernemann (Chef der MM-Außenredaktionen) und Sportredakteur Dieter Priglmeir (v. r.) gratulieren den Gewinnern (ab 2. v. l.) Maxi Dallinger, Daniel Krzizok, Marco Deubler, Mathias Jeske, Lars Bernhardt und Amelie Zachenhuber.
Platz eins: Schwimmerin Amelie Zachenhuber
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Platz eins: Schwimmerin Amelie Zachenhuber
Lebenslanges Fitness-Abo für den Silbermedaillengewinner: Erhard Schloderer (l.) überreicht Eishockey-Nationalspieler Felix Schütz einen Gutschein.
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Lebenslanges Fitness-Abo für den Silbermedaillengewinner: Erhard Schloderer (l.) überreicht Eishockey-Nationalspieler Felix Schütz einen Gutschein.
Platz drei: Kickboxer Simon Zachenhuber.
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Platz drei: Kickboxer Simon Zachenhuber.
Die Gewinner der Leserpreise.
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Die Gewinner der Leserpreise.
Platz vier: Eishockey-Nationalspieler Felix Schütz erhält den Pokal von Reporterin Daniela Oldach.
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Platz vier: Eishockey-Nationalspieler Felix Schütz erhält den Pokal von Reporterin Daniela Oldach.
Platz zwei: Sommer-Biathletin Theresa Detterbeck.
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Platz zwei: Sommer-Biathletin Theresa Detterbeck.
Platz drei: Die Fußballerinnen der SG Lengdorf/Hörgersdorf.
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Platz drei: Die Fußballerinnen der SG Lengdorf/Hörgersdorf.

Sportlerwahl Erdinger/Dorfener Anzeiger

Ein Rekord und drei Titelverteidiger

Keine Sportlerwahl ohne Überraschungen: Bei der 28. Auflage verteidigten erstmals alle drei Gewinner des Vorjahres ihre Titel. Stolz ist auch die Heimatzeitung: Über 5400 Stimmzettel bedeuten einen neuen Rekord. Entsprechend ausgelassen feierte die Redaktion mit ihren Gästen.

Erding– Der Festsaal in der Gaststätte Erdinger Weißbräu bot den prächtigen Rahmen für die große Siegerfeier, zu der der Erdinger/Dorfener Anzeiger eingeladen hatte. Und alle waren sie gekommen: die erfolgreichen Sportler, die wir auf diesen beiden Seiten vorstellen, aber auch die Leser, die sich über prächtige Preise freuen durften und natürlich die Sponsoren und Ehrengäste, die seit diesem Abend wissen: Wir haben nicht nur erfolgreiche, sondern auch interessante und witzige Athleten.

Das hatte Sportchef Dieter Priglmeir schon bei seiner Begrüßung prophezeit: „Seit 27 Jahren arbeite ich als Journalist, die schönsten Gespräche habe ich immer mit Sportlern geführt. Da gibt’s kein Blabla, Sportler kommen immer auf den Punkt.“ Ihre Schlagfertigkeit bewiesen die Athleten auch in den Interviews mit Wolfgang Krzizok. Der Redakteur der Heimatzeitung führte mit Witz und Charme durchs Programm und durfte sich auch selbst ein bisserl freuen – aus familiären Gründen.

Denn in der „Mannschaft des Jahres“ spielt sein Sohn Daniel. Die Gladiators hatten 2017 eine tolle Saison hingelegt und als Aufsteiger in die Bayernliga nach der Punktrunde überraschend Platz zwei belegt.

„Damit hatten wir eigentlich selbst nicht gerechnet, dass es so gut läuft“, erzählte Daniel Krzizok. Auch für ihn war es eine besondere Saison. Er schaffte seinen 500. Scorerpunkt im Erdinger Trikot, überholte John Samanski in der ewigen TSV-Torschützenliste und wurde von den Bayernliga-Trainern zum Spieler der Saison 2016/17 gewählt. „Das bedeutet mir sehr viel“, erzählte der 29-Jährige. „Denn wenn die Trainer jemanden wählen, dann hat das besonderes Gewicht, das sind wirklich Experten.“

Mit ein Grund, warum die Gladiators so gut aufgetrumpft haben, sei der Zusammenhalt im Team gewesen. „Das hat einfach gestimmt“, sagte Daniel Krzizok. „Und vor allem ist es halt schön, dass wir fast lauter Erdinger im Team haben.“ Das sei ein Beweis dafür, dass man auch mit Eigengewächsen bei entsprechender Förderung durchaus Erfolg haben könne. Viel Applaus, vor allem aus den Reihen der Sportler, bekam er für die Aussage: „Bevor ich einem Auswärtigen 500 Euro im Monat bezahle, stecke ich das Geld lieber in den eigenen Nachwuchs. Da hat man letztlich mehr davon.“

Bestens kam auch das Engagement der Sponsoren an, die seit Jahren die Sportlerwahl nicht nur mit ihren Preisen unterstützen, sondern den Ehrenabend gern besuchen und zum gemütlichen Plausch nutzen. Das gilt auch für die Ehrengäste wie Erdings 3. Bürgermeister Hans Schmidmayer, BLSV-Chef Martin Weber und seine Vorgänger Adi Maier und Herbert Knur sowie Bernd Ernemann, Chef der MM-Außenredaktionen. Die Verköstigung übernahm traditionell der Erdinger Weißbräu. Es war wieder köstlich.

Sie kennt das alles schon. Denn zum dritten Mal in Folge wurde Ausnahme-Schwimmerin Amelie Zachenhuber zur Sportlerin des Jahres gewählt. Und dieses Mal mit einem neuen Rekord: 1234 Leser wollten die Reisenerin auf dem ersten Platz sehen. Die 13-Jährige besucht eine Ganztagesschule in München, damit sie nicht so weit zu ihrem Training hat, denn sie schwimmt für den SC Prinz Eugen in München. Sie trainiert jeden Tag mehrere Stunden, auch am Wochenende. Nur am Mittwoch hat sie frei – für Krafttraining. Im Wasser ist sie, „seit ich denken kann“, meint Amelie.

Schon mit eineinhalb schwamm Amelie

„Mit eineinhalb Jahren konnte sie schwimmen“, ergänzt ihre Mutter Rosi, die immer an ihrer Seite ist und selbst Schwimmerin war. Ihre Tochter holte vergangenes Jahr fünf DM-Titel und wurde Dritte in der offenen Wertung, in der sie sich gegen ältere Konkurrentinnen behaupten muss. Amelie schwimmt alles: Brust, Rücken, am liebsten aber Schmetterling und Freistil.

Viel Zeit für Freunde bleibt in Amelies strukturiertem Alltag nicht. „Die treffe ich beim Training und in der Schule“, sagt sie gelassen. Die achte Klasse der Wirtschaftsschule meistert sie ebenfalls bravourös. „Amelie ist Klassenbeste“, freut sich ihre Mutter. Amelies Ziel steht fest: Sie will Profi werden, und sie ist sich sicher, dass ihr das auch gelingen wird, denn: „Intensives Training zahlt sich aus.“

„Die Wiederholung macht’s“, sagt Maxi Dallinger. Damit könnte er seinen erneuten Erfolg bei der Sportlerwahl meinen. Den Satz bezieht er jedoch auf seinen Sport. Immer und immer wieder müsse ein Schütze die gleichen Abläufe üben. Alleine im Kleinkaliber komme er daher auf 20 000 bis 25 000 Schuss im Jahr.

Dallingers Vorfreude auf Südkorea

„Die absolut hochkarätige Konstanz kommt erst mit der Erfahrung.“ Mit seinen 21 Jahren müsse er noch viel an sich arbeiten, gibt der Lengdorfer zu, der sich noch zwei Jahre in der Ausbildung zum Polizeibeamten befindet. Durch die Spitzensportförderung wird er acht Monate pro Jahr für das Training freigestellt. Seinen Körper hält er mit Laufen und Radeln in Form. „Im Wettkampf hast du ja auch mal Puls 140 oder 160“, sagt der Schütze. Entscheidend sei aber auch die physische Statik. Dafür trainiert Dallinger Bauch, Rücken und Beinmuskulatur.

Und vor allem die mentale Fitness: Dafür arbeitet der 21-Jährige viel mit einem Psychologen zusammen. „Im Finale ist es sehr schwer, abzuschalten“, erzählt er von den Drucksituationen, in denen er seine Leistung bringen muss. „Da kannst du so viel Mentaltraining machen wie du willst.“ Doch für sein großes Ziel 2018 will er alles geben: die WM im koreanischen Changwon ab 20. April.

Und Biathlon? Das werde er immer wieder gefragt, sagt Dallinger. Nein, das sei nichts für ihn. „Das sind verschiedene Welten. Ich bin eher der statische Typ.“

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