Interessierte Besucher: Erdings Stadtbaumeister Sebastian Henrich (hinten, r.) führte die Senioren durch die neue Dreifachturnhalle im Gerd-Vogt-Sportpark.
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Interessierte Besucher: Erdings Stadtbaumeister Sebastian Henrich (hinten, r.) führte die Senioren durch die neue Dreifachturnhalle im Gerd-Vogt-Sportpark.

TSV Erding wird als seniorenfreundlicher Verein ausgezeichnet – Führung durch den Gerd-Vogt-Sportpark

Eine neue Halle – nicht nur für junge Sportler

Jetzt kommt Leben in den Gerd-Vogt-Sportpark.

Erding – „Die neue Halle ist sehr schön und super gelungen“, betonte Erdings zweite Bürgermeisterin Petra Bauernfeind. Sie freue sich auf den zukünftigen Betrieb der Sportanlage im Gerd-Vogt-Sportpark in den Geislinger Ängern.

Nach der Auszeichnung des TSV Erding als seniorenfreundlichen Verein folgte für die Teilnehmer eine Führung von Stadtbaumeister Sebastian Henrich durch die neue Dreifachturnhalle. Von Beginn an sei die Planungsgrundlage der Dreifachhalle gewesen, dass sie nicht für den Schulbetrieb, sondern ausschließlich für Vereine gebaut werde. „Da vormittags in den Sporthallen aufgrund des Schulbetriebs keine Hallenzeiten frei sind, besteht nun endlich die Gelegenheit, vornehmlich den Senioren eine Halle zur Verfügung zu stellen, auch in Kooperation mit Kindergartenkindern“, erklärte Henrich. Außerhalb der Dreifachturnhalle gibt es im Gerd-Vogt-Sportpark eine Sportanlage mit zwei Rasen-Kleinfeldern, einem Rasen-Kompaktfeld und einem Kunstrasen-Großfeld.

Im oberen Geschoss der Halle befinden sich Umkleiden und Duschen für die Außensportler, während im Erdgeschoss Umkleiden- und Duschräume für die Hallensportler sind. „In der Halle herrscht eine unfassbare Akustik“, beschrieb es der Stadtbaumeister. Da die Holzdecken und -wände mit Einkerbungen schalldämmend konstruiert seien, könne man in der Halle normal sprechen und sich gut verstehen. Auch mit einer aufwendigen Lüftungsanlage und einer flächendeckenden Photovoltaikanlage auf dem Dach sei die Halle ausgestattet. Mit Sanitätsräumen und WLAN zur Erreichbarkeit bei Notfällen sei für Sicherheit gesorgt. Darüber hinaus verfüge das Gebäude über jede Menge Lagerfläche.

Die Halle lasse sich durch zwei teilweise aus Netz bestehende Trennwände in drei Bereiche teilen. Dreiseitig sind Fenster auf Bodenhöhe eingebaut. „Andere Sporthallen sind meist von außen nicht einsehbar“, betonte Henrich. Hier sei beispielsweise ein Vorteil, dass Eltern zum Abholen sehen können, ob sich ihre Kinder noch in der Halle befänden. Auch würde durch die Positionierung der Glasflächen keine übermäßige Sonneneinstrahlung in die Halle kommen, was einer Überhitzung zu Sommerzeiten entgegenwirke. Die Oberfläche des Fußbodens ist zweifarbig. Dies diene zur Absetzung der verschiedenen Spielfelder, wie Basketball, Volleyball und weiteren Sportarten. Eine Fußbodenheizung sorge für eine angenehme Wärmeverteilung.

Einige Ausstattungselemente seien aber auch weggelassen worden, da sie nicht mehr zeitgemäß seien. „Auf eine große Lautsprecheranlage wurde verzichtet, da moderne, kleine Lautsprecher bereits eine ganze Halle beschallen können“, erklärte Erdings Stadtbaumeister. Die Halle werde bewusst „Sportwerkstatt“ genannt, da sie nicht, wie eine Mehrzweckhalle, für Konzerte und sonstige Veranstaltungen verwendet werde. Das sei beispielsweise an den Betonwänden und -decken sichtbar.

Rund 8,5 Millionen Euro habe die Sporthalle selbst gekostet. Die Maße der Sportfläche innerhalb der Halle betragen 27 x 45 Meter. Ab sofort steht die Gerd-Vogt-Halle für die Vereine zur Verfügung. Sie ist nicht zuletzt aufgrund der Pandemie mit keiner großen Eröffnung eingeweiht worden, stattdessen war es ein sogenanntes „Soft Opening“.

Der ausführliche Rundgang war für die sportinteressierten Senioren eine große Freude. „Der Stadtbaumeister hat viel zu tun, und dann nimmt er sich für uns so viel Zeit“, freute sich eine begeisterte Besucherin. Sie würden sich „sehr wertgeschätzt“ fühlen, war mehrfach zu hören. Dass sich die Stadt so für Senioren einsetze, sei „ganz toll“.

LEA WARMEDINGER

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