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Hartes Gefecht: Der Königsbrunner Hayden Trupp (2. v. l.) hilft hier seinem Torhüter Nicolas Hetzel und bereinigt die Situation. Am Ende aber durfte Dorfen um Timo Borrmann (r.) und Bastian Rosenkranz (3. v. r.) ein 3:2 bejubeln. 

Eishockey in Dorfen 

Eispiraten sind wechselhaft wie das Wetter: Zuerst eine Überraschung, dann eine blamable Niederlage in Schweinfurt

Der ESC Dorfen ist im Kampf um den Klassenerhalt in der Bayernliga noch nicht über dem Berg. Gleich den aktuellen Wetterkapriolen, schwankte das Leistungsbarometer der Eispiraten am vergangenen Wochenende zwischen Hoch und Tief. Nach einer passablen Vorstellung beim letztlich knappen, jedoch verdienten 3:2-Heimsieg gegen den EHC Königsbrunn folgte beim bisher in fünf Spielen sieglosen ERV Schweinfurt mit 1:6 eine herbe Niederlage.

Dorfen – Sein Team sei nach einem ziemlich ausgeglichenen ersten Drittel gut in den Mittelabschnitt gestartet, doch habe ESC-Topspieler Lukas Miculka mit zwei platzierten Kontertoren (25. und 28. Minute) Dorfen in Front gebracht, konstatierte Königsbrunns Coach Waldemar Dietrich nach der Freitagspartie in Dorfen. Hinzu kam, so der Gästetrainer auf der Pressekonferenz, das kuriose 3:0 für die Eispiraten, bei dem die Scheibe sieben Sekunden nach Wiederbeginn im Schlussdrittel, von der Bande zurückprallte und vom Schlittschuh von Torwart Nicolas Hetzel ins Tor sprang. Sein Team habe sich dann mit zwei Treffern zurück gearbeitet, doch reichte es am Ende nicht zu mehr, weil die Dorfener Abwehr vor dem starken Torwart Andreas Tanzer alles abblockte. Sein Team habe vor dem ESC-Tor zudem zu wenig gearbeitet, ergänzte Dietrich.

Eine „super Mannschaftsleistung“ attestierte ESC-Trainer Randy Neal seinen Eispiraten. Besonders freue es ihn, dass der länger verletzte Verteidiger Tobias Fengler bei seinem Comeback eine solide Leistung ablieferte und der zurückgekehrte Stürmer Ernst Findeis, wie auch seine gesamte Mannschaft, die Gäste auch nach vorne immer gut beschäftigte.

Nach der 1:6-Dusche in Schweinfurt hielt sich der ESC-Coach kurz bei seinem Statement. Man wollte schon einiges nach einem verhaltenen ersten Drittel bewegen, ließ aber am Ende des zweiten Drittels eine Handvoll dicker Chancen liegen. Der 1:3-Penaltytreffer in der Schlussminute des Mittelabschnittes sowie das schnelle 1:4 in der 44. Minute habe dann die Niederlage seines Teams vorzeitig besiegelt. Auch zahlenmäßig waren die Eispiraten mit 14 plus zwei den Unterfranken mit 17 plus zwei unterlegen.

„Jetzt könnte es nach hinten wieder verdammt eng werden“, resümiert ESC-Eishockeychef Manfred Detterbeck und verweist darauf, dass Schweinfurt bei zwei Spielen weniger und dem besseren direkten Vergleich – das Hinspiel hatte Dorfen 4:2 gewonnen – auch in der Tordifferenz besser liege. „Wenn sie diese Spiele gewinnen, sind sie bis auf einen Punkt dran an uns“, weiß Detterbeck,

Er gab am Freitag zusätzlich bekannt, dass Stürmer Timo Borrmann für weitere zwei Jahre unterschrieben habe. 

Georg Brennauer

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