Posieren mit Maskottchen: Frank Donderer (l.) und Robert Schönhofen beim Eisschwimmen in Veitsbronn. 
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Eisschwimmen

Die Eisbrecher aus Finsing

Das breite Grinsen im Gesicht von Robert Schönhofen und Frank Donderer kommt nicht nur von dem überraschenden Erfolg, den die beiden erzielt haben. Vielmehr sind sie froh, wieder jahreszeitgemäße Kleidung tragen zu können. Die beiden Neufinsinger haben gemeinsam am Eisschwimmen in Veitsbronn teilgenommen und ihren Kampfgeist bewiesen – in sommerlicher Badekleidung.

Finsing – Bereits im vergangenen Jahr war das Neufinsinger-Duo bei der Ice Swimming Aqua Sphere German Open in Burghausen dabei. „Unser Ziel war es damals, viel über den Ablauf dieses Wettkampfs zu lernen“, erinnert sich Schönhofen. Motiviert stürzte sich der 53-Jährige mit seinem ein Jahr älteren Mitstreiter nun wieder ins 3,8 Grad kalte Wasser, dieses Mal in Veitsbronn. „Nach dem Wettkampf in Burghausen hat uns das Eisschwimmfieber gepackt“, erzählt Schönhofen. Seitdem treffen sich die beiden das ganze Jahr über mit ihrer Winterschwimmgruppe am Finsinger Weiher, manchmal auch am Wörther Weiher, um sich im kühlen Nass auszupowern (wir berichteten).

Inzwischen nennt sich die Gruppe „Die Eisbrecher Finsing“. Es sei ein „unglaublich schönes Gefühl, nach dem Winter in den Frühling zu schwimmen“, begründet Schönhofen diese ungewöhnliche Leidenschaft. Er warnt allerdings davor, das Eisschwimmen alleine auszuprobieren. „Man muss langsam anfangen, damit sich der Körper daran gewöhnen kann“, erklärt er.

Nach mittlerweile knapp zwei Jahren Training sind Schönhofen und Donderer stolz auf ihre Leistung beim Ice Swimming in Veitsbronn, wo insgesamt 200 Winterbadefreunde an den Start gegangen waren. Donderer belegte beim Brustschwimmen über 50 Meter Platz zwei, Schönhofen schaffte es auf Platz 13. Über die 200 Meter Brust schaffte es Donderer als 13. ins Ziel, Schönhofen an 14. Stelle.

Noch stolzer sind die beiden auf die Ergebnisse in der Einzelwertung. Donderer bewältigte die 50 Meter in 48,58 Sekunden und ergatterte so Rang fünf, die 200 Meter schaffte er in 4:28,06 Minuten. Schönhofen beendete den 50-Meter-Durchgang in 49,44 Sekunden und schaffte es auf Platz sechs. Die 200 Meter bewältigte er in 4:28,07 Minuten und landete knapp hinter Donderer.

Höhepunkt war für die beiden Eisbrecher aber nicht die Platzierung. „Im 200-Meter-Schwimmen traten wir auch gegen den Eisschwimm-Weltmeister Christof Wandratsch an“, erzählt Schönhofen begeistert.

julia adam

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