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Thomas Elsenberger: Starke Vorrunde, Pech im „Russischen Roulette“

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Von: Dieter Priglmeir

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Vierter: Thomas Elsenberger (kniend, l.) und seine Saßbacher Kollegen.
Vierter: Thomas Elsenberger (kniend, l.) und seine Saßbacher Kollegen. © Privat

Hauptsache, die DM-Quali geschafft - so sieht es Thomas Elsenberger. Schade ist es trotzdem, dass sein Team nach der bärenstarken Vorrunde im Halbfinale ausschied.

Regen – „Es war wie im Europacup“, sagt Thomas Elsenberger. Mit dem EC Saßbach marschierte er durch die Bundesliga-Vorrunde, setzte sich im Achtel- und Viertelfinale durch. Zwei Niederlagen sorgten aber dafür, dass sein Team knapp das Podium verpasste. Dennoch war der 47-jährige Hörlkofener zufrieden, denn der ECS hat sich für die deutsche Meisterschaft am 28. und 29. Januar in Ruhpolding qualifiziert.

„Ich spiele seit 17 Jahren für Saßbach, und bisher waren wir immer bei der Deutschen dabei“, sagt er und fügt hinzu. „Das hat außer uns bisher niemand geschafft.“ Altmeister EC Grub zum Beispiel trat heuer in der Bundesliga nicht mal an.

Zwei Tage lang hatten sich in Regen 28 Moarschaften duelliert. Das bedeutete erst einmal 13 Duelle in der 14 Teams starken Vorrunde, in der sich Elsenberger und Co. nur zwei Niederlagen leisteten und auf Rang eins landeten. Noch vor dem FC Penzing, der letztlich neuer Bundesligameister wurde, aber in der Vorrunde gegen Saßbach keine Chance hatte. Elsenberger: „Wir haben konstant gespielt und dem Gegner die Fehler aufgezwungen – wie im Europacup.“

Aber von den fünf Punkten Vorsprung auf den Gruppenzweiten könne man sich in den Playoffs, die als Doppelspiel mit zwölf Kehren ausgetragen werden (Elsenberger: „Russisches Roulette“), nichts kaufen. „Du kriegst da zwar einen vermeintlich leichteren Gegner aus der anderen Gruppe, aber die Dichte ist auf diesem Niveau sehr hoch“, sagt er.

Der TSV Buchbach bekam dies besonders zu spüren. In der Vorrunde mit nur einer Niederlage der Dominator der Gruppe A, kam im Achtelfinale das Aus gegen Breitbrunn. Über die Trostrunde konnte sich der TSV dennoch für die DM qualifizieren.

Auch für Saßbach lief es anfangs schlecht. „Nach den ersten drei Kehren waren wir gegen Aigen 0:13 hinten“, erzählt der Hörlkofener. Letztlich drehte der Favorit die Partie (26:22). Im Viertelfinale gegen Passau-Neustift leistete sich Saßbach nach starkem Beginn eine kurze Schwächephase, um dann doch 37:21 zu siegen.

Dann folgten die Niederlagen im Halbfinale gegen Penzing (21:24) und im Kleinen Finale gegen den FC Ottenzell (19:22). „Hört sich knapp an, war es aber nicht“, räumt Elsenberger ein. In beiden Spielen habe Saßbach früh aussichtslos hinten gelegen und am Schluss nur noch Ergebniskosmetik betrieben.

Bleibt eben wieder nur Rang vier. „Wir wären gern wieder mal Bundesligameister geworden“, sagt der Gymnasiallehrer. „Aber ob Platz zwei, drei oder vier – das ist dann auch schon egal.“ Im Europacup habe ihn Platz vier mehr gewurmt. Da wäre er gern mit einer Bronzemedaille heimgefahren.

 Ich denke schon, dass wir noch 15 Jahre auf höchstem Niveau spielen können.

Thomas Elsenberger über die Zukunft des EC Saßbach

So zählt eben vor allem die DM-Quali, wo Thomas Elsenberger, Matthias Kobler, Werner Anetzberger sowie Christian und Markus Reschauer alle Chancen haben. Auch hier zählt: „Du brauchst auch immer a bisserl Glück. Penzing hatte im Halbfinale den Stock zweimal um einen Zentimeter drin, wir hatten ihn draußen. Das macht dann gleich zehn Punkte aus.“

Und da wäre noch der Austragungsort: Die DM steigt im kalten Stadion von Ruhpolding, was Elsenberger deutlich lieber ist, als die relativ warmen Verhältnisse und das weiche Eis in Regen. Diesmal sei es aber nicht so krass gewesen wie beim Zielschießen (wir berichteten), „wobei es im Mannschaftswettbewerb ohnehin nicht so ausschlaggebend ist“.

Vor zwei Jahren wurde Saßbach letztmals Meister. Das würde das Quintett der Mittvierziger gern wiederholen. Alle seien im besten Stockschützenalter, versichert Elsenberger, „ich denke schon, dass wir noch 15 Jahre auf höchstem Niveau spielen können.“ Die Zeit läuft ihnen also nicht davon. Gegen einen schnellen Erfolg in Ruhpolding hätten sie aber nichts einzuwenden.  pir

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