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Der Macher des MSC Eichenried: Gerhard Westermair starb im Alter von 59 Jahren. 

Motocross Eichenried - Vorstand gestorben

Trauer um den Chef des MSC Eichenried

  • vonOlaf Heid
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Der Schock sitzt tief bei den Motorsportfreunden des MSC Eichenried. Ihr Vorsitzender Gerhard Westermair ist vergangene Woche unerwartet verstorben.

Eichenried/Poing– Der Schock sitzt tief bei den Motorsportfreunden

des MSC Eichenried. Ihr Vorsitzender Gerhard Westermair ist vergangene Woche unerwartet verstorben. Der langjährige Chef des MSC aus Poing wurde nur 59 Jahre alt.

Dem „Grasbahn fahren“ gehörte seine große Leidenschaft, so ist Westermair auch zum MSC gekommen. Denn vor Jahren konnte man im Eichenrieder Birkenringstadion noch Grasbahn fahren, bevor 1995 das Gelände zu einer Motocross-Strecke umgebaut wurde. 42 Jahre lang war Westermair, der bei einem europaweiten Großhändler für Kfz-Teile, Zubehör und Werkstattausrüstung in München angestellt und für den Technischen Support zuständig war, Mitglied im Verein. Etliche Jahre davon stand er mit an vorderster Front „und hat den Verein zu dem gemacht, was er heute ist“, bekundet der MSC auf seiner Homepage. „Wofür wir ihm ewig dankbar sein werden. Seine liebenswerte Art, seine Gutmütigkeit, die große Hilfsbereitschaft und sein Sinn für Harmonie werden uns sehr fehlen.“

2000 übernahm Westermair, selber Vater von fünf Kindern, das Amt des Jugendleiters und vier Jahre später den Vorsitz. Auch seine Frau Johanna war einige Jahre als Schatzmeisterin an seiner Seite für den Verein aktiv. Der MSC ist durch den Poinger für seinen familiären Zusammenhalt bekannt. „Jeder ist stets willkommen und wird in die Gemeinschaft aufgenommen. Das hat Gerhard Westermair nicht nur gelebt, sondern auch aktiv gefördert“, bekräftigt der 2. Vorsitzende Maximilian Schwarzbauer.

Viele Kinder hat der Familienvater aus Poing in seinem Verein groß und erfolgreich werden sehen. „Seine Dirndl und Buam“ waren ihm stets wichtig – „er hatte immer ein offenes Ohr für Jugendarbeit, vor allem für die aktive Förderung seiner Schützlinge“, betont darum Denise Kehrer, Mitglied des MSC-Vorstandes. Nicht zuletzt ist es Westermairs Verdienst, dass der Club aus Eichenried weit über die Landkreisgrenzen hinaus für seinen erfolgreichen Nachwuchs bekannt ist.

Gerade in der schweren Corona-Zeit, hat der Poinger immer engagiert versucht, dass der gut 300 Mitglieder starke Verein zusammenhält und lang geplante Projekte, soweit möglich, umgesetzt werden. So war es ihm ein Herzenswunsch, „in seiner aktiven Amtszeit noch ein Vereinsheim zu bauen, damit das Vereinsleben wieder be- und gelebt werden kann“, erklärt Schwarzbauer. „Aus diesem Grund sind wir als Verein, trotz der Trauer, die wir in uns tragen, stolz darauf, dass wir ihm diesen Wunsch noch erfüllen konnten und das Vereinsheim in Ehren halten werden.“

Seine Nachfolge – nach 16 Jahren an der Spitze – zu klären und den Verein in engagierte und liebevolle Hände zu übergeben, war das Ziel, an welchem Westermair mit seinem Führungsteam zuletzt gemeinsam gearbeitet, das er aber nicht mehr erreicht hat. „Dennoch wird die Vorstandschaft alles tun, um den Verein zu erhalten und in seinem Sinne weiter zu führen“, betont Kehrer. „Wir haben mit ihm einen verlässlichen Ratgeber, guten Freund und wertvollen Menschen verloren, dem wir auf immer dankbar sein und den wir nie vergessen werden.“

Der MSC Eichenried spricht den Hinterbliebenen sein tief empfundenes Mitgefühl aus und kann aufgrund der Corona-Pandemie seinen Vorsitzenden Gerhard Westermair auch nicht würdig auf seinem letzten Weg begleiten. Die Trauerfeier findet im engsten Familienk

reis auf dem Poinger Gemeindefriedhof statt.

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