+
Erinnerungsfoto: Amelie Zachenhuber (l.) m it der niederländischen Weltrekordlerin Ranomi Kromowidjojo.

Swimming World Cup in Berlin

Amelie Zachenhuber misst sich mit der Weltelite

Für Amelie Zachenhuber (15) ging ein Traum in Erfüllung. Beim Swimming World Cup in Berlin durfte die Erdingerin mit den Besten der Welt ins Wasser.

Berlin/Erding – Mit den Besten der Welt in einem Wettkampf – für viele Nachwuchsathleten ein großer Traum, der oft unerfüllt bleibt. Für Schwimmtalent Amelie Zachenhuber ging dieser Traum jedoch in Berlin beim Swimming World Cup (SWC) in Erfüllung, denn sie durfte beispielsweise gegen Olympiateilnehmerinnen wie Ranomi Kromowidjojo aus den Niederlanden oder „Iron Lady“ Katinka Hosszu aus Ungarn antreten.

Mit Trainer Elli Mangafic an ihrer Seite bestritt Zachenhuber am ersten Tag die 50 m Rücken und Freistil. Die Leistungen der 15-Jährigen überzeugten, obwohl sie diesen Wettkampf aus dem Training heraus schwamm und nicht speziell hierfür vorbereitet war. Vier Zehntelsekunden fehlten dann über 50 m Freistil für den Finaleinzug. Dass noch zehn weitere Schwimmerinnen vor ihr das Finale von der Tribüne aus beobachten mussten, zeigt, wie dicht und hochklassig das Teilnehmerfeld beim SWC war.

Ein weiterer Unterschied zu den bisherigen Wettkämpfen in Berlin – meist deutsche Meisterschaften oder deutsche Jahrgangsmeisterschaften – war laut Zachenhuber „die grandiose Stimmung“. Gerade bei dieser Atmosphäre gelingt es der Reisenerin oft, sich zusätzlich für Höchstleistungen zu motivieren.

Tags darauf stand eine große Aufgabe bevor: Mit Weltrekordlerin Kromowidjojo startete Zachenhuber über 50 m Schmetterling in einem Lauf, und mit ihrer Bestzeit von 27,00 sec hätte sie das Finale der besten Acht erreicht. Am Ende reichte es für Platz 15, aber ein Foto mit der Niederländerin ließ Zachenhuber sich dann doch nicht entgehen.

Doch auch die Schwimmerin des SC Prinz Eugen hatten kurz ihren Star-Auftritt, denn, worüber sie sehr überrascht und erstaunt war, auch mit ihr wollten verschiedene Leute und Kinder Fotos machen. Sogar Autogramme wurden ihr abverlangt. Und einmal holte sie eine Gruppe von den Läuferkindern aus dem Wasser für ein Foto.

Das extreme Gegenteil stand einen Tag später in Holzkirchen bei den oberbayerischen Kurzbahnmeisterschaften an, wo Zachenhuber auch Wunsch von Trainer Mangafic ebenfalls antrat. Hier waren auch einige Schwimmer des TSV Erding vertreten, zu denen Zachenhuber nach wie vor einen guten Draht hat.

Die Erdinger Delphine zählten wieder zu absoluten Medaillenkandidaten. Lena Vidovic (Jahrgang 2009) dominierte die 50 m Brust in ihrem Jahrgang und steigerte ihre Bestzeit von der Vorwoche um über eine Sekunde auf 43,40. Damit holte sie die Goldmedaille, während sie über 50 m Schmetterling mit Platz zwei ebenfalls auf dem Stockerl Platz nahm.

Eine Medaille jeder Farbe gab es für Sophia Geyer (2006), die vor allem auf ihrer Paradestrecke, den Schmetterlingdistanzen, glänzte. Aber auch über 100 m Freistil reichte es in starker Bestzeit (1:05,03 Minuten) zu einem tollen dritten Platz. Zweifache Oberbayerische Kurzbahnmeisterin kann sich Felicitas Ambros (2004) nennen. Die beiden Titel holte die vielseitige Schwimmerin über 100 m sowie 200 m Lagen und freute sich hier vor allem über neue Bestzeiten.

Zwei erste, ein zweiter und ein dritter Platz. Das war schließlich die Ausbeute von Sander Liebig (2004), der in der Vorwoche beim Heimwettkampf in Erding schon seine starke Form unter Beweis gestellt hatte und sich in Holzkirchen erneut steigern konnte.

Aleks Scharfe

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Raiffeisen-Pokal: SSV Kirchasch erst im Finale gestoppt
SSV Kirchasch: Raiffeisen Pokal geht diesmal an den SV Adlkofen. 
Raiffeisen-Pokal: SSV Kirchasch erst im Finale gestoppt
Werner Lauer bringt den BLSV auf Trab
Altenerdings Ex-Handballchef Werner Lauer wird neuer Vorsitzender der Sportjugend im BLSV-Kreis Erding.
Werner Lauer bringt den BLSV auf Trab
Schneller, höher, weiter, TSV Taufkirchen
Kein anderer Club im Landkreis räumt so viele Sportabzeichen ab wie der TSV Taufkirchen.
Schneller, höher, weiter, TSV Taufkirchen
Skiclub Erding: Tipps von einer Weltcup-Fahrerin
Fast 30 Skilehrer und Nachwuchskräfte des Skiclubs haben sich fit für die Wintersaison gemacht. Dabei wurden sie von zwei Ausbildern des Skiverbands trainiert.
Skiclub Erding: Tipps von einer Weltcup-Fahrerin

Kommentare