Stille auf den Plätzen und in den Turnhallen, doch die Sportjugend lässt sich nicht kleinkriegen. Viele Hilfs- und Trainingsprojekte sind entstanden. Der BLSV sucht nun das witzigste.
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Trainieren wie üblich ist in den meisten Sportarten nicht möglich. Die Sportler lassen sich aber Alternativen einfallen. Viele verbringen ihre Zeit mit Joggen. Symbolbild.

700 Euro für das beste Jugendprojekt

BLSV-Wettbewerb: Wer hat die witzigste Idee während der trainingslosen Zeit?

  • Dieter Priglmeir
    vonDieter Priglmeir
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Stille auf den Plätzen und in den Turnhallen, doch die Sportjugend lässt sich nicht kleinkriegen. Viele Hilfs- und Trainingsprojekte sind entstanden. Der BLSV sucht nun das witzigste.

Erding – Stille auf den Plätzen und in den Turnhallen, doch die Sportjugend lässt sich nicht kleinkriegen. Online spornen sie sich bei Trainingsevents zu Höchstleistungen an (oder sie bringen sich gegenseitig zumindest für einige Zeit von der Couch). Und wenn sie nicht sporteln, dann kümmern sie sich um die älteren Vereinsmitglieder und übernehmen Dienstleistungen für die Senioren.

„Was da alles schon viral gelaufen ist, gefällt uns schon sehr gut“, sagt Werner Lauer, Erdings BLSV-Kreisjugendleiter. Aber der ehemalige Handball-Bundesliga-Spieler sieht da noch viel mehr Potenzial und spornt die Athleten und Vereine zu noch mehr Projekten an. Deshalb lobt die Kreisjugend nun einen Wettbewerb aus, mit dem die Siegervereine auch ihre Kasse aufbessern können. Der erste Platz erhält ein Preisgeld in Höhe von 700 Euro. Für den zweiten und dritten Sieger gibt es 500 beziehungsweise 300 Euro.

Kein Trainingsbetrieb: Zeit für lustige Gedanken

Das Geld entnimmt die Sportjugend aus dem eigenen Etat. „Es wird frei, weil die eigentlich geplanten Projekte der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen sind“, erklärt Lauer. Denn eigentlich wollte die Kreisjugend am Notzinger Weiher eine Ferienfreizeit für neun- bis 14-jährige Kinder aus sozial benachteiligten Familien durchführen. „Das müssen wir auf das kommende Jahr verschieben.“

Heuer soll nun dieser Wettbewerb laufen. Lauer nennt das „eine kleine sportliche Herausforderung in diesen schwierigen Zeiten“. Jugendabteilungen, -mannschaft oder -organisation sollen ihre kreativen Ideen mit den Trainerinnen und Trainern einbringen. Der Kreisjugendchef ist zuversichtlich: „Da der Trainingsbetrieb ruht, sind vielleicht die Gedanken für viele lustige Maßnahmen vorhanden.“

U18-Sportler sollen Projekte betreiben

Bezüglich des Themas gibt der Vorstand keine großen Vorgaben. „Der Inhalt kann ein Online-Training, Hilfe für Mitbürger, oder eine andere soziale oder sportliche Aktion sein“, so Werner Lauer weiter. Das Projekt muss auch nicht extra für diesen BLSV-Wettbewerb neu konzipiert werden. „Wir wollen ja nicht das Rad neu erfinden. Auch in diesen Wochen bereits gelaufene Aktionen können gemeldet werden.“

Der Kreativität der Vereine sei keine Grenzen gesetzt. Lauer ist aber dankbar, wenn die Videos nicht länger als rund drei Minuten wären. Und das gesamte Projekt sollen Sportlerinnen und Sportler machen, die nicht älter als 18 Jahre sind, „denn nur für die sind wir zuständig“, so der Kreisjugendleiter

Anmeldeschluss 20. Juni

Bis zum 20. Juni, sollen die Vereine ihre Ideen mit einer Kurzbeschreibung, Fotos oder Videos einreichen. Das gesamte Team der Kreisjugendleitung werde dann laut Lauer „neutral nach Kreativität soziale Kompetenz und Umsetzung“ werten.

Für welche Kriterien gibt’s besonders gute Noten? Das lässt Lauer offen: „Ein Beitrag sollte Witz haben. Aber wenn es sich um ein soziales Projekt handelt, dann wird dieser Aspekt ebenfalls hoch bewertet. Wir lassen uns jetzt erst einmal selbst vom Einfallsreichtum unserer Jugend überraschen.“

So wird’s gemacht

Bitte schickt eure Projekte per Post oder Mail an Werner Lauer, Alter Holzgarten 9, 85435 Erding, E-Mail: lauer.bayern@googlemail.com. Einsendeschluss ist der 20. Juni 2020. Weitere Informationen unter (0152) 218 310 75.

Dieter Priglmeir

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