Volles Programm für März und Zachenhuber

Eine Deutsche Meisterschaft zwischenAbi und Eliteschule

Für Andreas März waren die deutschen Kurzbahnmeisterschaften eine Premiere, während Amelie Zachenhuber schon im vergangenen Jahr teilnahm.

ErdingSie haben das gleiche Ziel, die gleiche Leidenschaft, den gleichen Ehrgeiz. Und doch unterscheidet sie eine Tatsache: Für Andreas März waren die deutschen Kurzbahnmeisterschaften (DKM) in Berlin eine Premiere, während Amelie Zachenhuber schon im vergangenen Jahr teilnahm. In einem hochkarätigen Teilnehmerfeld, das die deutschen Eliteschwimmer als Qualifikationsmöglichkeit für die Europameisterschaften nutzten, sammelten die Nachwuchstalente Erfahrungen. Bei beiden lief der Wettkampf durchwachsen.

Vor den Meisterschaften fand in Südtirol ein dreiwöchiges Höhentrainingslager statt, das März um eine Woche wegen wichtiger schulischer Arbeiten verkürzen musste. Somit musste der Wörther sein Trainingsprogramm alleine in München absolvieren, da seine Trainer noch in Italien weilten. Zu den DKM selbst reiste er am ersten Wettkampftag abends nach, da zuvor noch die Präsentation seiner Seminararbeit anstand.

Dennoch rief der 17-Jährige ansprechende Leistungen ab. Besonders über seine Paradestrecke, 100 m Rücken, glänzte März im B-Finale. In 55,25 Sekunden knackte er den seit 2005 bestehenden bayerischen Altersklassenrekord. Ebenfalls eine Bestzeit im B-Finale erreichte der Abiturient über 200 m Rücken (2:02,25 min/Platz 12).

Am letzten Wettkampftag nahm März nur die Vorläufe mit, um zeitig abzureisen und sich auf anstehende Prüfungen vorzubereiten. Dieser Plan erwies sich auch deswegen als gut, da ihn eine Erkältung einholte und er den Vormittag nur mit angezogener Handbremse absolvierte.

Pretoria, Berlin und Nürnberg

Ebenfalls aus einem Höhentrainingslager, allerdings in Pretoria (Südafrika), zurückgekehrt war Amelie Zachenhuber. Doch auch für die 15-Jährige waren die DKM kein Saisonhöhepunkt angesichts der Konkurrenz und der Tatsache, dass sie erst seit September unter komplett neuen Bedingungen trainiert.

Denn erst vor wenigen Monaten ist Zachenhuber auf die Berthold-Brecht-Schule (Eliteschule des Sports) in Nürnberg gewechselt, wo das Trainingspensum von sechs auf neun Wassereinheiten und sechs Landeinheiten wie Krafttraining, Laufen und Spinning stieg.

Trotz der Umstellung und des stattlichen Programms, das die Reisenerin vor sich hatte, kam sie auf einige sehr gute Leistungen. Über 50 m Schmetterling wurde sie in der Gesamtwertung Achte und schaffte auch den Einzug ins A-Finale. Hier gewann sie in der JEM-Wertung (Jahrgänge 2003 und 2004) in neuer Bestzeit (27,13 sec). Den zweiten JEM-Platz holte sie über 50 m Freistil, während es über 100 m Schmetterling in Bestzeit (1:01,00 min) im B-Finale für einen dritten Platz in der JEM-Wertung reichte. Nur eine Zehntelsekunde fehlte auf den deutschen Altersklassenrekord. „Ich war zwar nicht so kaputt, aber es ging irgendwie nicht schneller“, sagte die Schwimmerin nach dem Rennen – eine wichtige Aussage für Trainer Roland Böller, bei dem sie seit September hauptsächlich trainiert.

Ausruhen kann sie sich allerdings nicht, denn dieses Jahr stehen noch einige Wettkämpfe an. Der Vergleich „Bayern-Hessen-Österreich“ in Bayreuth, dann ein Langstrecken-Wettkampf in Regensburg und kurz vor Weihnachten noch der Salnikov-Cup in St. Petersburg, zu dem insgesamt zehn Schwimmerinnen und Schwimmer des DSV eingeladen wurden.

Eine Gemeinsamkeit hatten beide Nachwuchsathleten allerdings noch. Für März und Zachenhuber war es ein großartiges Ereignis am letzten Wettkampftag beim Weltrekord über die 1500 m von Europameisterin und Vize-Weltmeisterin Sarah Köhler live dabei gewesen zu sein.

Aleks Scharfe

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