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Gut besucht war am Freitagnachmittag der Skilift des SC Wasentegernbach. Sollte es am Wochenende nicht regnen, dürfte hier noch mehr los sein. Die Tageskarte kostet übrigens lediglich fünf Euro.  

Wintersport

Erding - plötzlich Wintersportparadies?

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Verrückte Zeiten: Während so mancher Skikurs in den Bergen ausfallen muss, wird der Landkreis plötzlich zum – naja, kleinen – Wintersport-Paradies.

Landkreis – Im Dorfener Ortsteil Loh lief bereits gestern der einzige Skilift der Region. Eigentlich sollte es um 14.30 Uhr losgehen. „Weil die Kinder schulfrei hatten, haben wir ihn aber bereits um 13 Uhr angeschmissen“, erzählt Martin Bauer vom Skiclub Wasentegernbach. „Und wenn es nicht regnet, sieht es auch fürs Wochenende gut aus.“ Der Vereinsvize verweist auf die Homepage www.sc-wtb.de. „Da steht immer brandaktuell, ob wir geöffnet haben.“

Der 172 Meter lange Schlepplift beim Wirt z’Loh befördert 450 Personen pro Stunde und ist Montag bis Freitag von 14 bis 17 Uhr und am Wochenende von 13 bis 17 geöffnet. Fünf Euro kostet die Liftkarte. Dafür bietet der Verein an der Piste auch Flutlicht, denn montags und mittwochs ist von 19 bis 22 Uhr geöffnet.

Dagegen fallen etliche Skikurse in den Bergen aus. „Wir haben uns entschieden den Kurstag auf 27. Januar zu verschieben“, sagte Sebastian Melerowitz vom WSV Langenpreising, der eigentlich mit seinen Schützlingen nach St. Johann in Tirol wollte. Grund für die Absage seien „die unsichere Schnee- und Wetterlage sowie die schlechten Straßenbedingungen. Die Gesundheit aller Beteiligten geht hier klar vor.“

Der Skiclub Auerbach hat fest vor, nach Fieberbrunn zu fahren. „Wenn die Lifte in Betrieb sind und der Busunternehmer fährt, sehen wir keinen Grund, die Kurse abzusagen“, sagte Vorsitzender Jakob Hübl, fügte aber auch hinzu. „Ein verstärkter Hinweis zur absoluten Einhaltung der Pistenregeln wird in allen Bussen mit Nachdruck vermittelt.“

Seinen Kurstag abgesagt hat dagegen der Skiclub Dorfen, dessen Ehrenamtliche aber schon anderweitig beschäftigt waren. Sie spurten gestern die etwa neun Kilometer lange Lappach-Loipe (rund 100 Höhenmeter) am Fuß des Reschenbergs in Thalham.

Auch Sabrina Pfab vom Skiclub Buch am Buchrain meldete, dass der Verein seine Hammerbach- und Vorstadt-Loipen schon für die Langläufer mit seinem eigenen Spurgerät hergerichtet hat. Ideale Ausgangspunkte für den Einstieg sind laut Vereinshomepage die Parkmöglichkeiten am Sportplatz und am kleinen Waldparkplatz am Ortsende von Buch an der Straße nach Isen.

Der Skiclub Auerbach hat gestern Nachmittag eine Skatingbahn in Auerbach präpariert. Und für die Klassisch-Läufer wurde im Bereich der Schanzen gespurt. Für die Loipe am Isar-Kanal sei sie Wettervorhersage allerdings vermutlich nicht gut genug. „Da taut es uns momentan leider alles zu schnell zusammen“, bedauert Hübl und hofft auf weitere weiße Pracht und Kälte. „Dieses Wochenende ist entscheidend.“

Die einst wunderschöne Loipe des FC Lengdorf kann wegen der Autobahnbaustelle nicht mehr genutzt werden. Wer trotzdem in Lengdorf sporteln will; Auf dem Fußballplatz wird jedes Jahr eine Übungsstrecke gespurt. „Die ist in Arbeit“, meldet FCL-Skichefin Claudia Hondl.

Und einen Service bietet der Skiclub Auerbach, den sonst weit und breit niemand ermöglichen kann. „Seit Freitag wird auf der kleinen Schanze gesprungen“, sagte Pressesprecher Alarich Herrmann.

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