Was machen ein Profiboxer und eine Nationalmannschaftsschwimmerin, wenn sie nicht im Ring respektive Becken sind? Sie helfen im Haushalt.
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Den Hühnerstall auf Vordermann gebracht haben Simon und Amelie Zachenhuber.

Profiboxer und Nationalmannschaftsschwimmerin dahoam

So trainieren die Zachenhubers: Ackern und gackern

  • Dieter Priglmeir
    vonDieter Priglmeir
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Was machen ein Profiboxer und eine Nationalmannschaftsschwimmerin, wenn sie nicht im Ring respektive Becken sind? Sie helfen im Haushalt.

ErdingWas machen ein Profiboxer und eine Nationalmannschaftsschwimmerin, wenn sie nicht im Ring respektive Becken sind? Sie schreiben am Frühstückstisch eine Liste. Nein, kein Fitnessprogramm, sondern Namen für die heimischen Hühner. Statt Training in Stuttgart oder Nürnberg sind Simon und Amelie Zachenhuber derzeit daheim in Reisen und helfen der Mama, „denn da gibt es immer viel zu tun“, erzählt der ungeschlagene Profiboxer. Er sieht’s positiv: „Uns wird es nie langweilig werden – auch nicht, wenn die Ausgangsbeschränkungen noch weitere Wochen andauert.“

Sein Workout neben den zahlreichen Trainingseinheiten liest sich das wie eines vollausgelasten Hausmeisterteams: Fliesen legen im Keller, Einfahrt pflastern, Vertikutieren im Garten, Fünf-Meter-Löcher graben für eine neue Terrasse und Kanal legen für den Strom. Außerdem müssen Balkongeländer und Fensterrahmen abgeschleift und das Gartenhäuschen neu gestrichen werden.

Alle Hühner haben jetzt einen Namen

Seine Schwester Amelie schleppt währenddessen bergeweise Erde für Mamas neue Blumenbeete und machte Kilometer mit dem Schubkarren. Nebenbei beschriftet sie den – natürlich von Simon auf Vordermann gebrachten – Hühnerstall.

Womit wir bei der eingangs erwähnten Liste wären: Jetzt haben alle Hühner endlich einen Namen. „Schiefschnabel“, „De Dicke“ oder einfach nur „Herbert“ oder „Gertrud“ – die Visitenkarten der zehn Bewohnerinnen und der drei Gockel prangen jetzt als kleine Brettl am Stallzaun.

Simon Zachenhuber läuft Halbmarathon

Den Sport haben die beiden natürlich weiter im Kopf. „Ich trainiere im Rahmen des Möglichen“, sagt Simon Zachenhuber. „Da immer noch keine Kämpfe in Aussicht sind, muss man sich andere Motivationen suchen.“ Sein Ziel: die Form halten. „So kann ich jederzeit wieder voll ins Training einsteigen.“ Kommende Woche beteiligt er sich mit seiner älteren Schwester Alisa am Wings-for-Life-Run. „Das Ziel ist auf jeden Fall ein „Halbmarathon“, sagt der Boxer. Die 21 Kilometer möchte er in 1:45 Stunden laufen.

Im Moment hat er aber noch ein anderes Projekt: Er gräbt ein Loch für den Brunnen, der demnächst geschlagen wird. „Schon allein die staubtrockene Erde und lässt auf mehrere harte Trainingseinheiten mit dem Pickel schließen“, sagt Simon Zachenhuber. Klar, dass seine jüngere Schwester Amelie mit von der Partie ist und die Erde mit dem Schubkarren wegfährt. Sie ist übrigens auch für einen Teil der ausgewogenen Ernährung zuständig: „Amelie bäckt täglich Kuchen“, war aus dem Hause Zachenhuber zu erfahren. 

Dieter Priglmeir

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