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Gibt er auf oder nicht? Bei der Sommerschlacht im Juli versuchte Mysterio alias Sascha Kehl (mit Maske), Terrible Ted Jr. (Gerd Hörnig) zur Aufgabe zu zwingen. 

Alle Titel stehen auf dem Spiel

Endstation Erding – Wrestling Show am Samstag im Sportpark Schollbach

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Wrestling ist mehr als nur Show. Vor allem: trainierte Körper und akrobatische Choreographien. Am Samstag lädt die Erding Wrestling Show zur EWS Endstation 2 in den Sportpark Schollbach ein.

Erding – Die Spötter mögen sagen: „Das ist doch langweilig, alles nur Show! Der Sieger steht ja vorher schon fest.“ Doch wer sich mit Wrestling auskennt, der weiß auch: Da muss man schon ganz schön was draufhaben. Trainierte Körper und viel Akrobatik seien als Beispiele genannt. Und schmerzempfindlich sollte man freilich auch nicht sein, denn man muss trotz aller Choreografie schon einstecken können. Am Samstag, 23. November, geht’s im Sportpark Schollbach wieder hoch her. Die Erding Wrestling Show (EWS) lädt zur „EWS Endstation 2“ ein, bei der acht ganz bestimmt packende Kämpfe auf dem Programm stehen.

Wrestling genießt in Deutschland, nicht zuletzt dank der TV-Übertragungen der US-Eliteliga WWE (World Wrestling Entertainment), schon seit einigen Jahren Hochkonjunktur. Auch im Landkreis Erding gibt es zahlreiche Anhänger. Bei der EWS Sommerschlacht Ende Juli waren im Sportpark rund 200 Zuschauer dabei.

Titelkämpfe am Samstag

Für Hochspannung sorgt am Samstag, dass jeder amtierende Champion seinen Titel aufs Spiel setzen muss. „Schafft es Team Bärlauch, bestehend aus Robin Vega (Robin Steinberg; Anm. d. Red.) und Terrible Ted Jr. (Gerd Hörnig), seinen Titel gegen gleich zwei Teams in einem Triple-Threat-Match zu verteidigen?“, fragt Promoter Christof Haas voller Vorfreude. Zur Erklärung: Beim Triple Threat, also grob übersetzt der „Dreifachen Bedrohung“, treffen drei Tag-Teams oder drei Einzelkämpfer aufeinander, und der, der als erster einen Gegner auszählen lässt beziehungsweise zur Aufgabe zwingt, gewinnt.

Eine weitere Frage, die es am Samstag zu beantworten gilt: Kann Caius Gordo (Slaven Sarajlic) seinen Hardcore-Championship-Titel gegen den Ringrichter David Whitney verteidigen? Für Whitney, der übrigens aus Grucking kommt und wirklich so heißt, ist es nicht das erste Mal, dass er als Referee selber kämpft.

Seifenoper zwischen den Kämpfen

Sir Hörby (Herbert Thamm) hat kürzlich in Dingolfing seinen EWS-World-Heavyweigh-Gürtel verteidigt. Nun muss er wieder ran.

Außerdem gibt es in einem Fatal-4-Way-Elimination-Match – hier stehen sich analog zur Triple Threat vier Parteien gegenüber – den „Take your Chance Briefcase“ abzugreifen. Im Wrestling hat es sich so eingebürgert, dass gerne mal um Briefcases, also Koffer beziehungsweise Taschen gekämpft wird, die lukrative Zukunfts-Chancen für den Gewinner beinhalten. In diesem Fall ist in dem Koffer ein jederzeit einlösbarer Vertrag für einen Titelkampf.

Was fürs Wrestling auch typisch ist: Über Wochen hinweg werden – schön per Drehbuch vorbereitet – Konflikte aufgebaut. Ein bisschen Seifenoper quasi zwischen den Kämpfen. So machen es freilich auch die Erdinger: Nach wochenlangen Auseinandersetzungen zwischen „dem Boy of Professional Wrestling“, Don Sheen (Dominik Schien), und EWS-Chef Haas, kommt es nun zum Showdown. Nachdem Nobody, so nennt sich Haas in seiner Wrestler-Rolle, Don Sheen den Titel nach einer unfairen Aktion nicht gönnen wollte, gab es auch außerhalb des Rings Aktionen gegeneinander. Wenn Don Sheen am Samstag nicht zum Titelkampf antreten sollte, ist er nicht länger Teil der Erding Wrestling Show.

Ringsprecher kommentierte früher die WWE im deutschen TV

Solche Fehden kennt Bernhard Wulff zur Genüge, und zwar aus unzähligen WWE-Shows der vergangenen Jahrzehnte. Wulff hat früher die Übertragungen der US-Stars im deutschen TV kommentiert und fungiert nun am Samstag in Erding als Ringsprecher.

Los geht’s um 19 Uhr, Einlass ist ab 18 Uhr. Zudem gibt es eine kostenfreie Pre-Show von 16 bis 17 Uhr, in der die Rookies, also die Anfänger der EWS, ihr Können unter Beweis stellen werden. Dabei sind auch Gastkämpfer aus Österreich, Schweiz, Deutschland und England. Der Eintritt kostet 20 Euro.

Markus Schwarzkugler

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