Ein starkes Team: Die Erdinger KBV-Trainer Alexander Häußer (l.) und (v. r.) Peter Lutzny mit ihren Meisterschaft-Kämpfern Emma Winter, Amir Husseini, Ayoub Maaruf, Paul Kästner und Tatjana Obermeier.
+
Ein starkes Team: Die Erdinger KBV-Trainer Alexander Häußer (l.) und (v. r.) Peter Lutzny mit ihren Meisterschaft-Kämpfern Emma Winter, Amir Husseini, Ayoub Maaruf, Paul Kästner und Tatjana Obermeier.

KBV-Kämpfer holen vier Titel bei den deutschen Meisterschaften und einen dritten Platz

Erdinger Kickboxer schlagen zu

Bärenstarker Auftritt der Erdinger Kämpfer.

Munster/Erding – Ein voller Erfolg war die Reise der Kämpfen des Kickboxvereins (KBV) Erding zu den deutschen Meisterschaften. In ihren Gewichtsklassen im Vollkontakt holten Tatjana Obermeier (28), Emma Winter (20), Amir Husseini (20) und Paul Kästner (30) den Titel. Ayoub Maaruf (28) belegte Platz drei.

Unter strengen Hygieneregeln wie 3 G und ohne Zuschauer konnten die Wettkämpfe im niedersächsischen Munster stattfinden. Mit 75 Personen war das Teilnehmerfeld relativ dünn. Ursache ist laut Erdings Chef- sowie Bundestrainer Peter Lutzny, dass zuletzt einige Landesmeisterschaften ausgefallen sind.

In der Gewichtsklasse bis 52 Kilogramm besiegte Tatjana Obermeier die Sportsoldatin Assude Dursun. Lutzny lobt die „gut getimten Konter“ der 28-Jährigen und das „konsequente Ausnutzen ihrer größeren Reichweite“. Ebenso in Bestleistung zeigte sich Paul Kästner (81 kg), der laut dem Bundestrainer „Kickboxen vom Feinsten gezeigt hat“. Seinen Gegnern aus Schleswig-Holstein (Felix Dürsen) und Hamburg (Luk Hansen) ließ der 30-Jährige keine Chance.

Am Meisten überrascht wurde Lutzny von Emma Winter, die in der Gewichtsklasse bis 70 Kilogramm zwei knappe Punktsiege gegen Theda de Young Posthumus und Ali Sodjinou erreichte. „Das war beeindruckend, was Emma da gemacht hat. Sie hatte wirklich die stärksten Gegner“, sagt der Trainer über die Hohenpoldingerin.

Eine Premiere ist der Titel Deutscher Meister jedoch nur für Amir Husseini (54 kg). Der Erdinger wurde von den Faust- und Fußkombinationen seines Gegners Tom Ta aus Hamburg besonders gefordert. „Amir musste durchs Feuer, aber hat sich gut geschlagen“, erzählt Lutzny. Der fünfte KBV-Kämpfer, Ayoub Maaruf, musste sich in der Gewichtsklasse bis 86 Kilogramm nach guter Leistung im Halbfinale Marcel Sadowski aus Nordrhein-Westfalen geschlagen geben.

Mit dem Abschneiden seiner Schüler ist Lutzny sehr zufrieden. Da der Landes- und Bundeskader im Lockdown weiter trainieren durfte, betont der Cheftrainer aber auch, „dass wir so kurz vor der WM wieder an die alten Leistungen anknüpfen müssen“. Am Donnerstag geht es für die KBV-Kämpfer zum Worldcup nach Budapest, der als Härtetest für die Weltmeisterschaft in Jesolo im Oktober gilt. Die deutsche Nationalmannschaft ist dann aus Erdinger Sicht mit Obermeier, Winter, Kästner und Reza Rezaei vertreten.

Markus Ostermaier

Auch interessant

Kommentare